Aktualisiert 18.01.2019 23:12

National LeagueDavoser Aufwärtstrend, Luganos Aufatmen

Die Krisenclubs kommen langsam aber sicher aus ihrem Tief – und Überraschungsteam Ambri festigt seinen Playoffplatz.

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Die ZSC Lions verlieren in Langnau 0:1.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Die ZSC Lions verlieren in Langnau 0:1.

Keystone/Marcel Bieri
Es war Del Curtos erste Partie als ZSC-Trainer.

Es war Del Curtos erste Partie als ZSC-Trainer.

Keystone/Marcel Bieri
Die Trainerlegende sah einen über weite strecken enttäuschenden Auftritt des ZSC.

Die Trainerlegende sah einen über weite strecken enttäuschenden Auftritt des ZSC.

Keystone

Davos feiert erst zum dritten Mal in der laufenden Meisterschaft und erstmals unter Trainer Harijs Witolinsch zwei Siege in Folge.

Auf den 2:1-Sieg nach Overtime beim ZSC liessen die Bündner im Kellerduell ein 4:2 gegen Schlusslicht Rapperswil-Jona Lakers folgen.

Perttu Lindgren traf für Davos doppelt. Die Bündner setzten sich mit einem 3:0 im Mitteldrittel ab. Tomas Kundratek eröffnete das Skore in Überzahl mit seinem ersten Saisontor. Anton Rödin und Perttu Lindgren legten kurz darauf bei fünf gegen fünf nach.

Rödin erzielte sein erstes Tor seit dem 1. Dezember. Gleichentags hatten die Lakers letztmals in der Meisterschaft gewonnen (3:1). In Davos kassierte der Aufsteiger die nunmehr zehnte Niederlage in Serie.

Nach dem 4:0 in doppelter Überzahl von Lindgren wurden die Bündner in der Schlussphase dann noch etwas nachlässig. Dion Knelsen mit einem Shorthander und Daniel Kristo nutzten dies zu einer Resultatkosmetik aus.

Davos - Rapperswil-Jona Lakers 4:2 (0:0, 3:0, 1:2)

3981 Zuschauer. - SR Stricker/Kaukokari, Kovacs/Haag. - Tore: 23. Kundratek (Du Bois/Ausschluss Schlagenhauf) 1:0. 28. Rödin (Meyer, Jung) 2:0. 35. Lindgren (Meyer) 3:0. 41. (40:15) Lindgren (Kundratek, Corvi/Ausschluss Maier, Mosimann) 4:0. 58. (57:00) Knelsen (Ausschluss Mosimann!) 4:1. 59. Kristo (Knelsen) 4:2. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Kristo. Davos: Lindbäck; Du Bois, Payr; Kundratek, Barandun; Heldner, Jung; Heinen; Pestoni, Corvi, Ambühl; Meyer, Lindgren, Rödin; Marc Wieser, Bader, Dino Wieser; Frehner, Aeschlimann, Egli; Baumgartner. Rapperswil-Jona: Nyffeler; Hächler, Maier; Gähler, Profico; Iglesias, Schmuckli; Gurtner, Sven Berger; Clark, Knelsen, Spiller; Kristo, Schlagenhauf, Wellman; Mosimann, Mason, Casutt; Hollenstein, Ness, Hüsler. Bemerkungen: Davos ohne Hischier, Nygren, Sandell, Paschoud und Stoop (alle verletzt), Kessler und Buchli (überzählig), Lakers ohne Helbling, Schweri und Gilroy (alle verletzt) sowie Rizzello, Primeau und Lindemann (beide überzählig). - 59:19 Timeout Lakers, ab 59:00 ohne Torhüter.

Wichtiger Sieg für Lugano

Lugano arbeitet sich langsam aus der Krise. Mit einem hart erkämpften 3:2-Sieg nach 0:1-Rückstand gegen Fribourg-Gottéron schlossen die Tessiner bis auf einen Punkt zu den neuntklassierten Romands auf.

Linus Klasen legte mit einer exzellenten Vorarbeit das Siegtor für Julien Vauclair (52.) auf. Im Schlussdrittel forcierte Greg Ireland seine besten Kräfte und setzte fast ausschliesslich nur noch auf seine ersten drei Linien.

Im ersten Drittel besass Lugano mehr Spielanteile, doch Gottéron agierte äusserst effizient. Im zweiten Drittel verhielt es sich umgekehrt, ehe Lugano das Szepter wieder übernahm.

PostFinance-Topskorer Gregory Hofmann brachte die Tessiner im letzten Abschnitt mit seinem bereits 21. Tor in der laufenden Meisterschaft in Führung (43.). Auf der Gegenseite antwortete Gottérons Topskorer Julien Sprunger mit seinen Saisontoren 17 und 18 zur 1:0-Führung beziehungsweise zum 2:2-Ausgleich.

Lugano - Fribourg-Gottéron 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)

6213 Zuschauer. - SR Eichmann/Massy, Castelli/Wolf. - Tore: 10. Sprunger (Miller) 0:1. 38. Bertaggia (Morini) 1:1. 43. Hofmann 2:1. 45. Sprunger (Bertrand/Ausschluss Sannitz) 2:2. 52. Vauclair (Klasen) 3:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Sprunger. Lugano: Merzlikins; Ulmer, Julien Vauclair; Loeffel, Chorney; Chiesa, Riva; Jecker, Ronchetti; Walker, Sannitz, Hofmann; Bürgler, Lajunen, Klasen; Bertaggia, Morini, Jörg; Fazzini, Romanenghi, Vedova. Fribourg: Berra; Holös, Chavaillaz; Stalder, Abplanalp; Schneeberger, Furrer; Marco Forrer; Tristan Vauclair, Meunier, Marchon; Bertrand, Slater, Mottet; Miller, Walser, Sprunger; Rossi, Schmutz, Lhotak. Bemerkungen: Lugano ohne Lapierre (gesperrt), Reuille, Cunti, Sartori, Wellinger und Haapala (alle verletzt), Gottéron ohne Schilt, Bykow (beide verletzt), Micflikier (überzähliger Ausländer). - Gottéron ab 58:10 ohne Torhüter.

Ambri festigt Playoff-Platz

Ambri-Piotta festigte seine Position in den Playoff-Rängen mit einem 3:0-Heimsieg über Lausanne. Ambris Keeper Benjamin Conz benötigte 28 Paraden für seinen Shutout. Liga-Topskorer Dominik Kubalik besiegelte im Finish mit einem Empty Netter und dem Treffer zum 3:0 den sechsten Sieg in den letzten sieben Heimspielen von Ambri-Piotta. Lausanne kassierte derweil die bereits achte Auswärtsniederlage in Serie.

Die ersten beiden Tore der Partie erzielten Spieler, die bei Ambri-Piotta den Sprung in die National League schafften. Das 1:0 ging auf das Konto von Viertlinien-Stürmer Dario Rohrbach, der in seinem siebten Meisterschaftsspiel zum zweiten Mal erfolgreich war. Ebenfalls sein zweites Saisontor realisierte Nordamerika-Rückkehrer Michael Fora. Der Schweizer Nationalverteidiger und WM-Silberheld war in der 27. Minute in Ambris Powerplay erfolgreich.

Für Ambri-Piotta ist der bisherige Tabellendritte Lausanne damit zum Lieblingsgegner geworden. Die Leventiner feierten mit einem -Erfolg bereits den fünften Sieg in Serie (vier Mal in der Meisterschaft, einmal im Cup) gegen die Waadtländer.

Ambri-Piotta - Lausanne 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)

4848 Zuschauer. - SR Eichmann/Massy, Castelli/Wolf. - Tore: 16. Rohrbach (Goi, Dotti) 1:0. 27. Fora (Zwerger/Ausschluss Vermin) 2:0. 59. Kubalik 3:0 (ins leere Tor). - Strafen: keine gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 plus 10 Minuten (Vermin) gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Kubalik; Jeffrey. Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Dotti; Fischer, Guerra; Fora, Jelovac; Ngoy; Trisconi, Kostner, Bianchi; D'Agostini, Novotny, Hofer; Zwerger, Müller, Kubalik; Rohrbach, Goi, Lauper; Mazzolini. Lausanne: Zurkirchen; Trutmann, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Borlat; Bertschy, Jeffrey, Vermin; Moy, Froidevaux, Zangger; Leone, Emmerton, Kenins; Antonietti, In-Albon, Herren. Bemerkungen: Ambri ohne Lerg, Pinana und Incir (alle verletzt), Lausanne ohne Mitchell, Simic, Boltshauser, Junland (alle verletzt) sowie Traber (gesperrt). - Pfosten: 26. Kubalik. - Lausanne von 58:25 bis 58:54 ohne Torhüter.

Resultate vom Freitag:

Ambri-Piotta - Lausanne 3:0 (1:0, 1:0, 1:0). Davos - Rapperswil-Jona Lakers 4:2 (0:0, 3:0, 1:2). Lugano - Fribourg-Gottéron 3:2 (0:1, 1:0, 2:1). SCL Tigers - ZSC Lions 1:0 (1:0, 0:0, 0:0). Zug - Biel 4:1 (1:0, 2:1, 1:0).

Rangliste:

1. Zug 33/70 (108:67). 2. Bern 33/67 (92:58). 3. SCL Tigers 34/57 (90:77). 4. Lausanne 37/57 (104:92). 5. Biel 34/56 (103:93). 6. Ambri-Piotta 34/55 (94:98). 7. Genève-Servette 35/54 (97:107). 8. ZSC Lions 34/53 (83:84). 9. Fribourg-Gottéron 34/50 (90:88). 10. Lugano 34/49 (105:98). 11. Davos 34/30 (76:118). 12. Rapperswil-Jona Lakers 34/17 (50:112).

(SDA)

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