Gefahr für Computer: «Deaktiviert eure Antivirus-Software»
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Gefahr für Computer«Deaktiviert eure Antivirus-Software»

Ein ehemaliger Mozilla-Entwickler warnt vor Antivirus-Software. Er rät dazu, keine solchen Programme zu nutzen, denn diese würden Computer «vergiften».

von
swe
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Der Entwickler Robert O'Callahan, der früher bei Mozilla gearbeitet hat, rät davon ab, Antivirus-Software zu nutzen. Diese würde den Computer nicht sicherer machen.

Der Entwickler Robert O'Callahan, der früher bei Mozilla gearbeitet hat, rät davon ab, Antivirus-Software zu nutzen. Diese würde den Computer nicht sicherer machen.

Flickr.com/KristinaHoeppner
Und er sagt, dass Entwickler auf die Kooperation mit den Antivirus-Software-Herstellern angewiesen seien und diese deshalb nicht öffentlich kritisieren würden. Bekannteste Produkte in diesem Bereich sind Kaspersky, Avira und McAfee. Im Bild sehen sie John McAfee, Pionier im Bereich von Antivirus-Software und Gründer der gleichnamigen Sicherheitsfirma.

Und er sagt, dass Entwickler auf die Kooperation mit den Antivirus-Software-Herstellern angewiesen seien und diese deshalb nicht öffentlich kritisieren würden. Bekannteste Produkte in diesem Bereich sind Kaspersky, Avira und McAfee. Im Bild sehen sie John McAfee, Pionier im Bereich von Antivirus-Software und Gründer der gleichnamigen Sicherheitsfirma.

AP/ng han Guan

Die Hersteller von Antivirus-Software seien schrecklich, sagt Robert O'Callahan, ein ehemaliger Mitarbeiter von Mozilla – dem Unternehmen, das den Firefox-Browser entwickelt. «Kauft keine Antivirus-Software und deaktiviert diese, wenn ihr sie bereits habt», schreibt er auf seinem Blog.

Der Grund für seine Aussage: Die Programme würden sich tief in die Systeme einnisten und keine Verbesserung der Sicherheit bringen. Im Gegenteil: Sie hätten selber Schwachstellen und würden deshalb das System gefährden. Ebenfalls würden sich die Hersteller nicht an übliche Sicherheitsstandards halten.

Grosse Abhängigkeit

Nicht nur die Programme an sich betrachtet er kritisch. Diese würden beispielsweise auch Sicherheitsupdates beim Firefox-Browser blockieren. Die Entwickler müssten deshalb laut O'Callahan viel Zeit investieren, um die Probleme zu lösen, statt die Software selber zu verbessern und sicherer zu machen.

Heimtückisch sei auch, dass Entwickler – ausser vielleicht Google – auf die Kooperation mit den Antivirus-Software-Herstellern angewiesen seien und diese deshalb nicht öffentlich Kritik üben würden. Auf den meisten Windows-Computern seien entsprechende Anwendungen installiert, und niemand könne es sich mit den Unternehmen verscherzen.

Windows Defender reicht

Laut O'Callahan reiche es aus, den Microsoft Windows Defender laufen zu lassen. Dies ist ein Sicherheitstool, das seit Windows 8.1 vorinstalliert ist. Und er gibt noch einen Tipp: Das Betriebssystem sollte immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Wie die Tech-Plattform Arstechnica.co.uk schreibt, bedeuten die Aussagen von O'Callahan nicht, dass von nun an keine Antivirus-Software mehr genutzt werden soll. Jedoch sollten sich Nutzer bewusst sein, dass solche Software den Computer nicht generell sicherer macht.

Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern

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