05.12.2019 17:38

Während Spiel

Dealer verkauft Kokain über Playstation-Netzwerk

Er nannte sich Speedola20. Ein Amerikaner soll über das Netzwerk von Sonys PS4-Konsole Drogen im grossen Stil gehandelt haben.

von
tob
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Ein Mann soll laut Angaben der amerikanischen Bundespolizei FBI über das Playstation-Netzwerk mit Kokain gehandelt haben.

Ein Mann soll laut Angaben der amerikanischen Bundespolizei FBI über das Playstation-Netzwerk mit Kokain gehandelt haben.

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Der Mann trat online unter dem Pseudonym Speedola20 auf.

Der Mann trat online unter dem Pseudonym Speedola20 auf.

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Er soll sich mit Kunden über den Audio-Chat in Online-Multiplayer-Spielen ausgetauscht haben.

Er soll sich mit Kunden über den Audio-Chat in Online-Multiplayer-Spielen ausgetauscht haben.

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Harter Stoff statt seichte Games: Ein Mann soll laut Angaben der amerikanischen Bundespolizei FBI über das Playstation-Netzwerk mit Kokain gehandelt haben. Dies geht aus einem öffentlichen Antrag für einen Durchsuchungsbefehl hervor, den die Behörde gestellt hat.

Der Mann trat online unter dem Pseudonym Speedola20 auf. Er soll sich mit Kunden über den Audio-Chat in Online-Multiplayer-Spielen ausgetauscht haben, heisst es in den Gerichtsdokumenten. Dabei seien die Deals mithilfe von Codewörtern ausgehandelt worden. Laut den Ermittlern glaubte der Dealer, dass es sicher sei, über das Playstation-Netzwerk zu kommunizieren.

Grössere Menge Drogen

Ein Informant des FBI kaufte von Speedola20 für 4400 Dollar 100 Gramm weisses Pulver. Der Handel wurde über ein Online-Multiplayer-Game eingefädelt. Über welches Spiel der Deal ablief, schrieb die Behörde nicht. Ein Drogentest zeigte, dass es sich beim weissen Pulver um Kokain handelte, heisst es in den Akten. Laut dem FBI soll der Mann aus Kansas City im US-Bundesstaat Missouri über seine Playstation 4 eine grössere Menge Drogen verkauft haben.

Das FBI hat Sony Ende Oktober um die Herausgabe zahlreicher Informationen gebeten. So wollte die Behörde wissen, welche Games der Dealer gespielt hatte, wer zu seinen Online-Freunden zählte und sogar wie weit er gewisse Spiele gespielt hatte. Auch um die Herausgabe des Chat-Verlaufs inklusive Entwürfe, die noch nicht versandt wurden, hat das FBI gebeten.

Das FBI und Sony

Wie Vice.com schreibt, zeige der Durchsuchungsbefehl auf, wie Strafverfolgungsbehörden zunehmend auch die Hersteller von internetfähigen Geräten nach Daten über die Nutzer fragen. Ob Sony im aktuellen Fall die Informationen weitergab, ist laut der Plattform nicht klar.

Allerdings habe Sony in der Vergangenheit bereits mit Behörden kooperiert. So schreibt Forbes.com von einem Terrorfall im Jahr 2017, wo es eine Zusammenarbeit gab. Laut Playstationlife.com gab es auch 2014 einen Austausch zwischen Sony und dem FBI. Dies, nachdem Hacker das PS-Netzwerk mit einer DDos-Attacke offline genommen hatten.

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