Debakel für Latours Köln
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Debakel für Latours Köln

In der 23. Bundesliga-Runde, die mit der Karnevalszeit zusammenfällt, kassierte das Team von Hanspeter Latour im Derby gegen Bayer Leverkusen ein vernichtendes 0:3.

18 Spiele in Serie, wie zuletzt beim Negativrekord vor 25 Jahren, hat der abgeschlagen letztklassierte Aufsteiger nicht mehr gewonnen. Und die Kölner Vorstellung gegen Leverkusen gab der Anhängerschaft nicht im Ansatz Anlass, noch an den Ligaerhalt zu glauben. Latours Mannschaft unterliefen viele Fehlpässe, im Offensivspiel blieben durchdachte Aktionen aus. Auch Ricardo Cabanas und Marco Streller, dessen einziger Abschlussversuch kurz nach der Pause knapp neben dem Tor vorbeiging, konnten den vielen im Jecken-Kostüm erschienenen Kölner Fans die letzten Tage in der «fünften Jahreszeit» nicht veredeln.

Latour wirkte nach zwei torlosen Unentschieden in den zwei vorhergehenden Heimspielen und der schwachen Darbietung im 46. Bundesliga-Rheinderby ratlos: «Es ist kaum vorstellbar, was wir uns vorgenommen und dann in der Praxis umgesetzt haben.» Die Hoffnung will er noch nicht aufgeben: «Wir können besser Fussball spielen, als wir es gezeigt haben.» Latour bezeichnete den kläglichen Auftritt gar «als schlechtestes Spiel, seit ich hier Trainer bin».

Am oberen Ende der Skala marschiert Bayern München ungebremst Richtung Titelverteidigung. Mit dem 19. Heimsieg in Folge, dem 5:2 gegen Eintracht Frankfurt, zeigte sich die Equipe von Felix Magath für den bevorstehenden Spitzenkampf gegen den Hamburger SV am kommenden Wochenende bereit. Aus dem Kollektiv ragten Captain Michael Ballack und Paulo Guerrero jeweils mit einer Doublette heraus. Guerrero, der zudem sehenswerte zwei Assists lieferte, war ein würdiger Ersatz für den formschwachen Roy Makaay, der erstmals seit dem 29. November 2003 nicht eingesetzt wurde.

Hinter den Bayern reihte sich zumindest bis heute Abend (HSV - Stuttgart) Werder Bremen auf Platz 2 ein. Drei Tage nach dem spektakulären Sieg in der Champions League gegen Juventus Turin (3:2 nach 1:2-Rückstand) hatten die Norddeutschen im Epizentrum des Frohsinns, wie es ein TV-Reporter umschrieb, dank ihrem treffsicheren «K&K-Sturm» wieder Grund zum Feiern. Die Saisontore 17 von Miroslav Klose respektive 11 von Ivan Klasnic bescherten Werder einen lockeren 2:0-Sieg gegen Mönchengladbach.

(si)

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