Abfahrt Lake Louise: Défago bei Comeback bester Schweizer
Aktualisiert

Abfahrt Lake LouiseDéfago bei Comeback bester Schweizer

Didier Défago klassiert sich bei seinem Speed-Comeback im Weltcup als bester Schweizer auf dem 10. Platz. Gewonnen hat das erste Abfahrts-Training der Österreicher Romed Baumann.

Didier Cuche sieht noch Steigerungspotential. Er landete hinter Didier Défago auf Platz 11.

Didier Cuche sieht noch Steigerungspotential. Er landete hinter Didier Défago auf Platz 11.

Der Österreicher Romed Baumann vor Adrien Théaux (Fr) und Landsmann Klaus Kröll - so das Ergebnis des ersten «Neuschnee»-Trainings zur Weltcup-Abfahrt der Männer vom Samstag in Lake Louise. Bester Schweizer am Donnerstag war Didier Défago als Zehnter (0,69 zurück).

«Natürlich war die Piste sehr weich, aber es ging doch ganz gut mit Fahren. An einigen Stellen habe ich die Linie schon gut erwischt, an anderen war ich weit im Neuschnee. Ich habe sicher noch Reserven», sagte Défago, der nach dem im September 2010 erlittenen Kreuzbandriss vor seinem Speed-Comeback im Weltcup steht.

Unmittelbar hinter dem Abfahrts-Olympiasieger reihten sich gleich drei weitere Schweizer ein. Die letztjährigen Swiss-Ski-Abfahrtssieger Didier Cuche («Ich kann mich noch deutlich steigern.»), Silvan Zurbriggen («Es war fast wie Skifahren im Pulverschnee.») und Beat Feuz («Es war eine gemütliche Fahrt. Hauptsache, wir konnten wieder einmal fahren.») verloren wie Défago ebenfalls weniger als eine Sekunde auf Baumanns Bestzeit. Der Tiroler war nach der Trainingsfahrt sehr zufrieden: «Die Ski laufen lassen und möglichst wenig aufkanten. Das wird auch für das Rennen am Samstag das Rezept sein.»

Janka hat Schmerzen im Griff

Ambrosi Hoffmann durfte als 15. ebenfalls zufrieden sein (1,19 zurück). Knapp anderthalb Sekunden büsste Carlo Janka ein (21.). Der Bündner hatte seine Rückenschmerzen dank intensiver Therapie in den letzten Tagen im Griff: «Der Rücken ist nicht top, aber auch nicht schlecht. Ausser Physiotherapie lässt sich nicht viel machen. Wenn es für die Rennen am Wochenende so bleibt, dann ist es für mich okay.»

Weil die Strecke in den Rocky Mountains der kanadischen Provinz Alberta nach den heftigen Schneefällen vom Vortag nicht ganz perfekt hergerichtet war, sind die Ergebnisse eher mit Vorsicht zu geniessen. Auf gewissen Teilen der Piste lag am Mittwochabend bis zu einem Meter Neuschnee. Um das Training überhaupt durchführen zu können, wurde auf der Strecke während der ganzen Nacht auf Donnerstag intensiv gearbeitet. Dennoch musste der Trainingsstart am Morgen nochmals von 11.15 auf 13.00 Uhr Ortszeit verlegt werden.

Erstes Training zur Weltcup-Abfahrt der Männer:

1. Romed Baumann (Ö) 1:49,12. 2. Adrien Théaux (Fr) 0,03 zurück. 3. Klaus Kröll (Ö) 0,16. 4. Peter Fill (It) 0,21. 5. Erik Guay (Ka) 0,23. 6. Joachim Puchner (Ö) 0,37. 7. Jan Hudec (Ka) 0,46. 8. Yannick Bertrand (Fr) 0,56. 9. Aksel Svindal (No) 0,66. 10. Didier Défago (Sz) 0,69. 11. Didier Cuche (Sz) 0,72. 12. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,81. 13. Beat Feuz (Sz) 0,84.

Ferner: 15. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,19. 21. Carlo Janka (Sz) 1,49. 27. Patrick Küng (Sz) 1,76. 31. Tobias Grünenfelder (Sz) 2,14. 34. Daniel Albrecht (Sz) 2,20. 46. Vitus Lüönd (Sz) 2,84. 50. Sandro Viletta (Sz) 3,12. 64. Marc Gisin (Sz) 4,07. - 85 Fahrer am Start und klassiert. (si)

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