Kieferschmerzen - Die Dos und Don'ts bei verspannter Kiefermuskulatur
Ein verspannter Kiefer kann zu Kopfschmerzen führen.

Ein verspannter Kiefer kann zu Kopfschmerzen führen.

Pexels/Anna Avilova
Publiziert

Dos und Don'ts bei verspanntem KieferDeine Schlafposition hat Einfluss auf deine Kiefermuskulatur

Wenn es häufig zieht und schmerzt im Kiefer, kann das ziemlich belastend sein. Was dagegen hilft – und was eher nicht.

von
Gloria Karthan

Fühlt es sich irgendwie nicht ganz rund an, wenn du dein Kiefergelenk von links nach rechts bewegst? Knackt es ständig, wenn du isst? Hast du morgens regelmässig Kopf– und Nackenschmerzen oder das Gefühl, ein LKW wäre über deine Beisserchen gefahren? Dann könnte das an einem verspannten Kiefer liegen.

Oft stecken Haltungsfehler, Kieferfehlstellungen oder Stress dahinter. Letzteres kann dann auch noch zu Bruxismus, also nächtlichem Zähneknirschen, oder anhaltendem Kieferpressen führen. Unangenehm! Damit es erst gar nicht so weit kommt, solltest du folgende Dinge häufiger tun – und andere besser sein lassen.

Do: Dir eine entspannte, gerade Haltung angewöhnen

Natürlich ist die Sache mit der Haltung ziemlich grundlegend, unterschätzen solltest du das aufrechte Sitzen und Stehen aber nicht. Steht die Rücken– und Nackenmuskulatur wegen der falschen Haltung ständig unter Anspannung, kann es zu Verschiebungen am Kiefergelenk kommen, was dann wiederum zu chronischen Muskelverhärtungen führt. Also: Mach tagsüber immer mal wieder einen kleinen Body-Check, bei dem du deine Haltung korrigierst und darauf achtest, ob du deinen Kiefer gerade zusammenpresst.

Do: Deine Schlafposition wechseln

Auch nachts gibt es einige Dinge zu beachten: Du solltest nämlich so liegen, dass dein Unterkiefer nicht gestaucht wird, um ihm möglichst viel Bewegungsspielraum zu lassen. Das Kopfkissen sollte den Kopf so stützen, dass der Unterkiefer quasi frei schwebt. Auf der Seite zu schlafen, ist bei Kieferschmerzen also semi-optimal.

Do: Dich in Bewegung setzen

Stress ist der Verspannungs-Booster Nummer eins. In besonders turbulenten Zeiten hilft es, die Anspannung in Form von Bewegung rauszulassen. Das senkt deinen Cortisolspiegel im Blut – was Entspannung bringt. Natürlich werden deine Muskeln beim Spörteln auch besser durchblutet. Das macht sie lockerer schützt dich vor neuen Verspannungen. Wer sich nicht so gern bewegt, kanns mit progressiver Muskelentspannung probieren.

Do: Deine Sportart weise wählen

Sport zur Prävention ist prima. Wenn man aber bereits unter einem schmerzenden Kiefer leidet, sollte eine Betätigung gewählt werden, die nicht zu einer Belastung der Halswirbelsäule führt. Joggen auf hartem Untergrund etwa kann das Ganze noch verschlimmern. Gelenk– und kieferschonende Sportarten sind Schwimmen, Radfahren (wenn du auf eine aufrechte Haltung achtest) oder Yoga.

Mach tagsüber immer mal wieder einen Body-Check, bei dem du darauf achtest, ob du deinen Kiefer zusammenpresst.

Mach tagsüber immer mal wieder einen Body-Check, bei dem du darauf achtest, ob du deinen Kiefer zusammenpresst.

Pexel/Adriel Fernandes

Don’t: Kopf nach vorn strecken

Am Steuer oder beim Arbeiten am Schreibtisch solltest du deinen Kopf nicht zu weit nach vorn strecken. Dabei verschiebt sich die Belastung von der Halswirbelsäule nämlich auf das Kiefergelenk und seine Muskulatur – und die reagieren mit Verspannungen.

Don’t: Ständig frieren

Sobald es kalt wird, verkrampfen sich unsere Muskeln – was einen ohnehin schon verspannten Kiefer noch mehr belastet. Achte also darauf, dich immer gut einzupacken und dich und deine Muskulatur ab und zu mit einem heissen Bad aufzuwärmen. Für den SOS-Fall kannst du auch eine Wärmeflasche an die schmerzenden Stellen halten.

Don’t: Hartes und Zähes essen

Wer unter starken Schmerzen leidet, sollte für eine Weile auf harte und zähe Nahrung verzichten. Statt Brötchen, Kaugummi oder Steaks also besser zu weicherer Kost und Pastillen greifen, die sich leichter kauen oder lutschen lassen. So können sich deine Kiefermuskeln zwischendurch entspannen.

Don’t: Die Schmerzen ignorieren

Hinter den anhaltenden Schmerzen können viele verschiedene Ursachen stecken – auch eine sogenannte Craniomandibuläre Dysfunktion. Diese Fehlfunktion im Bereich von Unter- und Oberkiefer, bei der das Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenken gestört ist, hat viele unterschiedliche Ursachen – und die sollten unbedingt von einem Experten oder einer Expertin abgeklärt werden. Sonst kann es zu chronischen Schäden kommen.

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