Delfine rufen sich beim Namen
Aktualisiert

Delfine rufen sich beim Namen

Was Flipper-Fans schon lange vermutet haben, ist jetzt von einem Forscherteam der schottischen Universität St. Andrews wissenschaftlich erhärtet worden: Delfine könne sich untereinander beim Namen rufen.

Die Forscher fanden heraus, dass der grosse Tümmler mit seinen Quiek-Lauten unter Wasser weit mehr Informationen an seine Artgenossen vermittelt, als es anderen Tierarten mit ihrem Grunzen, Piepsen oder Röhren möglich ist.

In ihrer Studie, die am Montag in den Proceedings of the National Academy of Science erschien, heisst es, dass die Delfine ihre «Namen» lautlich darstellen und sich so identifizieren.

Der Tümmler-Sprache kamen die Wissenschaftler bei Versuchen in Florida auf die Spur. Sie zeichneten Delfin-Laute in Reinform auf, also elektronisch von jeglichen charakteristischen Stimmerkmalen gereinigt; so als würden man aus von Menschen gesprochenen Wörtern regionaltypische Akzente und alle anderen stimmlichen Charakteristika herausfiltern.

Über Lautsprecher wurden die «Namen» unter Wasser eng verwandten Tieren vorgespielt. Dasselbe wurde mit einer Kontrollgruppe von nicht verwandten Tieren gemacht. In neun von 14 Fällen hätten die Tümmler auf die «Namen» von engen Verwandten reagiert.

Eine Erklärung für die Sprachfähigkeiten der Tiere sei, dass der wechselnde Wasserdruck die Erkennung anhand von stimmlichen Eigenheiten erschwere. Das Verhalten der fünf Delfine, die keine Reaktion gezeigt hatten, konnten sich die Forscher nicht wirklich erklären. Möglicherweise sei es eine Motivationsfrage.

(sda)

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