Luxus-Bann in China: Delikatessen werden verramscht
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Luxus-Bann in ChinaDelikatessen werden verramscht

Nachdem Chinas erster Mann im Staat, Xi Jinping, dem Leben in Prunk und Verschwendung einen öffentlichen Rüffel erteilt hat, werden Luxuslieferanten ihre Delikatessen nicht mehr los.

Staatlich verordnet wütet nun bei Haifischflossen, Abalonen und kostspieligen Likören der Preiskampf.

Xi, seit November 2012 Generalsekretärs der Kommunistischen Partei, hatte im Dezember den Verzicht auf Bankette und anderen öffentlichen Pomp angeordnet. Das luxuriöse Leben der Elite stand zu sehr im Widerspruch zum Grossteil der Gesellschaft, der stark mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen hat.

Seit Xis Anordnung seien die Preise bei den gehobenen Caterern in Peking um 35 Prozent gefallen, hiess es am Mittwoch vom chinesischen Handelsministerium. Der Absatz von Haifischflossen-Suppe sei während der diesjährigen Feiern zum chinesischen Neujahr in Pekinger Hotels um 70 Prozent eingebrochen. Die Verkäufe beim Meerestier Abalone - auch als Seeohren oder Irismuscheln bekannt - und auch bei Vogelnest-Suppen fielen um 40 Prozent. Die Hersteller feiner Liköre sehen überdies ihre Umsätze schwinden und haben die Preise zum Teil um bis zu 30 Prozent gesenkt. (sda)

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