Rotzige Rockmusik: Delilahs wissen jetzt, wie es geht
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Rotzige RockmusikDelilahs wissen jetzt, wie es geht

Sie galten einst als die grösste Musikhoffnung der Schweiz. Doch den Delilahs wurde der Hype um sie zum Verhängnis. Sängerin Muriel Rhyner erklärt, welche Lehren die Band daraus gezogen hat.

von
Marlies Seifert

Vor sechs Jahren waren die Delilahs die Band der Stunde. Drei blutjunge Mädels, die rotzige Rockmusik machen – die Schweizer Musikszene war verzückt. Es folgten Radio-Airplays in England und Auftritte im Vorprogramm renommierter Künstler. Doch dann wurde es lange still um die Delilahs. Sängerin Muriel Rhyner erklärt, was sie heute anders machen würde:

Nimm es Schritt für Schritt

«Unser drittes Konzert überhaupt war im Zürcher X-tra, dann spielten wir an den grössten Festivals der Schweiz. Den Ruf im Live-Bereich muss man sich aber erarbeiten. Wir wussten immer, dass wir nicht so gut sind, wie alle denken.»

Sei bereit

«Wir hatten damals kein Album. Wenn man nichts zu bieten hat und der Hype kommt, wird man in der Luft zerfetzt. Wir brauchten Zeit, um als Musiker zu reifen. Jetzt haben wir das Album, das wir vor sechs Jahren hätten haben sollen.»

Traue den richtigen Leuten

«Wir hätten die Handbremse als Band früher ziehen sollen. Jedoch hatten wir in unserer jugendlichen Naivität blöde Verträge unterschrieben. Dadurch gerieten wir in eine Fahrrinne. Heute managen wir uns selbst.

Höre auf dich selbst

«Trends und Szenen sind uns egal. Wenn man einem Hype folgt, geht es schnell hoch, aber auch schnell wieder runter. Wir wollen etwas Nachhaltiges schaffen und wenn möglich mit sechzig noch Konzerte geben.»

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