Aktualisiert

Zam Zam macht HoffnungDem Hungertod in Afrika entronnen

Von der Hungersnot am Horn von Afrika sind vor allem Kinder betroffen. Zum Welternährungstag vom Sonntag macht ein Name Hoffnung: Zam Zam, ein
1?-jähriges Mädchen.

von
Andy Fischer
Zam Zam war fast nur noch Haut und Knochen (linkes Bild) – in einem World-Vision-Camp wurden sie und ihre Mutter aufgepäppelt.

Zam Zam war fast nur noch Haut und Knochen (linkes Bild) – in einem World-Vision-Camp wurden sie und ihre Mutter aufgepäppelt.

Die schwangere Layla Mohammed (23) floh mit ihrem Mann und ihren fünf Kindern aus dem somalischen Mogadischu. Der Hunger und der nackte Kampf ums Überleben hatte die ganze Familie gezeichnet. Vor allem Nesthäkchen Zam Zam zeigte extreme Mangelerscheinungen, bestand praktisch nur noch aus Haut und Knochen. Ohne Hilfe wäre ihre Überlebenschance bei null gewesen. Doch Mitarbeiter der Hilfsorgani­sation World Vision entdeckten das Kleinkind in einem Flüchtlingslager.

Die Experten merkten sofort, in welch kritischem Zustand die Kleine war. Zam Zam wurde ins Zentrum für mangelernährte Kinder der Hilfsorganisation gebracht und mit nährstoffreicher Erdnusspaste aufgepäppelt. Zusätzlich wurde Layla ermuntert, ihr Kind weiterhin zu stillen. Drei Wochen nach der Kur war Zam Zam über den Berg. «Sie hat wieder Energie», freut sich Mutter Layla. «Um zu stehen, ist sie aber noch zu schwach. Aber das wird wieder werden.»

Die kleine Zam Zam hatte Glück: Das Massensterben in Ostafrika wird nach Einschätzung der Uno immer dramatischer. Allein in Somalia sind zurzeit 750 000 Menschen vom Hungertod bedroht. «Es handelt sich hier um die schlimmste humanitäre Katastrophe, die sich derzeit auf der Welt ereignet», sagt Anthony Lake, Vorsitzender des Uno-Kinderhilfswerks Unicef.

Spendenkonto World Vision: PC 80-142-0, Vermerk «Afrika».

Spenden gegen die Hungersnot

Die Glückskette nimmt Spenden auf dem Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Afrika» oder online auf www.glueckskette.ch entgegen.

Deine Meinung