MRT vom Schlangenmagen: Dem Python beim Verdauen zugeschaut
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MRT vom SchlangenmagenDem Python beim Verdauen zugeschaut

Dänische Forscher haben faszinierende Bilder aus dem Innenleben von Tieren veröffentlicht.

von
dhr

Wie es im Inneren eines Python aussieht, der gerade seine Beute verdaut, war zwar bereits bekannt. Allerdings musste die Schlange dafür seziert werden. Das Wissenschaftler-Team unter der Leitung von Kasper Hansen von der Universität von Aarhus in Dänemark hat nun ein schonenderes Verfahren entwickelt, bei dem das Tier nicht mehr getötet werden muss. Der Blick ins Innere des lebenden Tieres enthüllt zudem Dinge, die bei der Sektion nicht zu beobachten sind (so kollabieren bei einer Schildkröte die Lungen, wenn der Panzer geöffnet wird).

Die Forscher verwendeten bei ihren Untersuchungen die bildgebenden Verfahren der Computertomographie (CT) und der Magnetresonanztomographie (MRT), wie der englische Nachrichtendienst BBC berichtet. Die CT bildet dabei hartes Gewebe wie Knochen oder Zähne ab, während die MRT die weichen Gewebe zeigt. Bei der Untersuchung des Verdauungsprozesses eines Pythons gelangen den Wissenschaftlern faszinierende Einblicke in das Innenleben der Schlange: Das Tier hatte drei Ratten mit Haut und Haar verschlungen, deren Überreste nun im Verdauungstrakt des Reptils sichtbar wurden.

Deutlich wurde dabei auch, wie sich die inneren Organe der Schlange an die enorme Zufuhr von Nahrung einstellen: Der Darm expandiert dabei auf Kosten der Gallenblase. Pythons können längere Zeit ohne Nahrung auskommen und dann grosse Mengen auf einmal verschlingen.

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