Aktualisiert 10.01.2016 13:28

BernDemo für Kurdistan verlief diesmal friedlich

Am Samstagnachmittag zogen rund 200 Personen durch Bern, die Solidarität mit der Sache der Kurden bekundeten. Polizisten bewachten die Kundgebung.

von
sda /miw

Schätzungsweise 200 Menschen haben am Samstagnachmittag in Bern gegen die Angriffe der türkischen Armee im Kurdengebiet und für Solidarität mit den Kurden in Nordsyrien demonstriert. Einige wenige Kundgebungsteilnehmer waren vermummt.

Die unbewilligte Kundgebung verlief friedlich. Dennoch hinterliessen die Demonstranten ihre Spuren in der Berner Innenstadt. «Hunderte Flyer wurden (...) verteilt, es wurde zu kurdischer Musik getanzt und wir hinterliessen verschiedene Plakate und sprayten Parolen in der Innenstadt, um unsere Solidarität mit den Kämpfenden in der Türkei und Rojava zu zeigen», schreiben die Veranstalter von der Revolutionären Jugend-Gruppe Bern in einem Communiqué. Beim Marsch durch die Stadt kam es zu kleineren Störungen des Verkehrs.

Kurden und linke Aktivisten

Am Samstag waren auch Polizisten vor Ort, die das Geschehen – aus dem Hintergrund verfolgten. Im Vorfeld war die Sicherheitslage analysiert worden. Der Grund: Mitte September war eine Kundgebung zum Kurdenkonflikt in Bern blutig ausgegangen. 22 Menschen wurden verletzt, als Anhänger der türkischen Regierung und Kurden aneinandergerieten. Der Konflikt hatte sich entzündet, als Kurden und Sympathisanten eine bewilligte Kundgebung von Anhängern der türkischen Regierung verhindern wollten.

Bei der aktuellen Kundgebung waren in erster Linie linke Aktivisten am Demonstrieren. Nebst vielen jungen «Revolutionären» machten aber auch Kurden beim Marsch durch die Innenstadt mit. Ausser gegen die türkische Regierung, der diese Gruppe im Demonstrationsaufruf «Staatsterror» vorwirft, richtete sich die Kundgebung auch gegen den Islamischen Staat und gegen Faschismus.

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