Aktualisiert 01.03.2008 22:44

Demo «gegen Polizeirepression» in Basel

Über 400 Personen haben am Samstag in Basel an einer Kundgebung «gegen Polizeirepressionen» teilgenommen. Sie protestierten gegen Beschränkungen der Versammlungsfreiheit und Festnahmen bei einer Anti-WEF-Kundgebung im Januar.

Die bewilligte Demonstration richtete sich zudem gegen «Sicherheitshysterie», Bespitzelungen, Wegweisungen und das Hooligangesetz, wie es auf einem Transparent hiess. Aufgerufen zur Kundgebung hatte die Organisation «augenauf». Mit einem eigenen Transparent mit dabei waren auch FCB-Fans der «Muttenzer Kurve».

Der Demonstrationszug bewegte sich während knapp zwei Stunden vom Barfüsserplatz via Bankverein zum Marktplatz und dann ins Kleinbasel, wo die Kundgebung auf dem Claraplatz abgeschlossen wurde. Laut der Polizei verlief sie ohne Zwischenfälle. Der Tramverkehr durch die Innerstadt fiel während rund eineinhalb Stunden aus.

Auslöser der Kundgebung war ein Polizeieinsatz vom 26. Januar, als die Basler Polizei zur Verhinderung einer unbewilligten Demonstration gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) über 60 Personen präventiv festnahm. Der Einsatz war in der Folge heftig kritisiert worden, da auch Unschuldige während Stunden fesgehalten worden sein sollen.

Der baselstädtische Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass (FDP) leitete in der Folge eine Administrativuntersuchung ein, deren Ergebnisse noch nicht vorliegen. «augenauf» kritisierte an der Demonstration aber auch Festnahmen durch die Polizei in Bern. (sda)

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