«Aegis Defence Services»: Demo gegen Privatarmee in Basel
Aktualisiert

«Aegis Defence Services»Demo gegen Privatarmee in Basel

150 bis 200 Personen haben in Basel an einem Demonstrationsmarsch gegen die Sicherheitsfirma Aegis teilgenommen. Die Briten haben am Rheinknie einen Holdingsitz errichtet.

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Demonstrationszug gegen die Sicherheitsfirma Aegis Defense Services AG in Basel. (Bild: Johannes Dietschi, newspictures)

Demonstrationszug gegen die Sicherheitsfirma Aegis Defense Services AG in Basel. (Bild: Johannes Dietschi, newspictures)

Unter dem Motto «Aegis vertreiben - hier und überall!» zogen bis zu 200 Demonstranten vor die Büros der Firma «Aegis Defence Services Limited» an der Basler Gartenstrasse. Laut Kantonspolizei Basel startete der Umzug gegen 14 Uhr beim Claraplatz. Die Route ging über den Markt-, den Barfüsser- und den Aeschenplatz.

Polizeisprecher Martin Schütz sagte gegenüber 20 Minuten Online, die Demonstration sei «über alles gesehen relativ geordnet» verlaufen. Zu Sachbeschädigung in Form von Farbschmierereien sei es allerdings beim Globus gekommen. Die Demonstranten hätten eine Weile an der Gartenstrasse ausgeharrt. Ab 15:40 Uhr habe sich der Demonstrationszug dann aufgelöst.

Zu der Veranstaltung aufgerufen hat laut der Internetseite indymedia.org ein «Bündnis gegen imperialistischen Krieg» (siehe Info-Box).

Privatarmee in Basel

Die «Aegis Defence Services Limited» hat im letzten März ihren Holdingsitz von London nach Basel verlegt. Auf der Homepage von Aegis steht dazu nach wie vor nichts. Nicht einmal ein Basler Büro ist erwähnt. Aegis präsentiert sich als eine in London domizilierte Sicherheits- und Risikomanagement-Firma. Ihre Dienste würden auch von der Uno und den USA in Anspruch genommen. Aegis halte alle Regulierungen und ethischen Standards ein.

Die Firma soll laut Medienberichten eine der grössten Privatarmeen der Welt sein. Die Organisatoren der Basler Demonstration verdächtigen die «Regierungen kriegsführender Länder», sie nähmen ihre eigenen Truppen mit dem Einsatz von Söldnern aus der Kritik, «wenn wieder mal eine besonders grausame Aktion ans Licht kom­mt».

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