Papierfabrik Biberist: Demo gegen Schliessung von Traditionsfirma
Aktualisiert

Papierfabrik BiberistDemo gegen Schliessung von Traditionsfirma

Über 3000 Personen aus der Region haben bei der Papierfabrik Biberist SO gegen die angekündigte Schliessung des Werks und den drohenden Verlust von 550 Arbeitsplätzen demonstriert.

Die Schliessung ist angekündigt: Arbeiter in der Papierproduktionsanlage der Sappi Fine Paper Europe (SFPE) in Biberist SO, am 31. März 2011.

Die Schliessung ist angekündigt: Arbeiter in der Papierproduktionsanlage der Sappi Fine Paper Europe (SFPE) in Biberist SO, am 31. März 2011.

Sie sollen die Hoffnung nicht aufzugeben, riefen die Redner am Samstag den Angestellten zu. Ans Rednerpult traten Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler (FDP), SP-Ständerat Roberto Zanetti, die Vertreter der Arbeitnehmerorganisationen sowie die Gemeindepräsidenten von Biberist, Gerlafingen und Derendingen, wie der Biberister Gemeindepräsident Martin Blaser auf Anfrage sagte. Die Kundgebung war von diesen drei Gemeinden aus als Sternmarsch auf das Firmenareal aus organisiert.

«Wir haben die Erwartung, dass in Biberist weiterhin industriell produziert wird», sagte Esther Gassler vor den Teilnehmern der Kundgebung. Sie versprach, dass die Solothurner Regierung alles unternehmen werde, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Ständerat Zanetti forderte vom Sappi-Verwaltungsrat, dass die «Papieri» eine Chance erhalte und versprach, dass Bundesbern Biberist nicht im Stich lassen werde.

«Nicht rentabel»

Der südafrikanische Mutterkonzern Sappi will die Papierfabrik in Biberist schliessen, weil sie nicht mehr rentabel sei. Sappi begründet dies mit einer anhaltenden Überkapazität in der Papierindustrie, weiter steigenden Zellstoffpreisen und höheren Energiekosten.

Gewerkschaften, Geschäftsleitung und Beschäftigte haben seit der Schliessungsankündigung Ende März sechs Wochen Zeit, Alternativen zur Schliessung zu suchen. Sie werden dabei vom Solothurner Regierungsrat unterstützt. (sda)

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