Demonstrierende Ärzte wurden eingebuchtet
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Demonstrierende Ärzte wurden eingebuchtet

In Nicaragua sind während einer Demonstration für Gehaltserhöhungen im Gesundheitswesen mehr als hundert Ärzte festgenommen worden.

In der Hauptstadt Managua kam es am Freitag zu gewalttätigen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Nach Angaben von Kundgebungsteilnehmern wurden mindestens fünfzig Menschen verletzt. Bereitschaftspolizisten gingen gegen eine Gruppe streikender Ärzte vor, die zusammen mit Menschenrechtsaktivisten im Finanzministerium protestierten.

Mehr als 3000 Ärzte an öffentlichen Spitälern in Nicaragua befinden sich seit Mitte November 2005 im Ausstand. Die Regierung weigert sich, über ihre Forderung nach einer 30-prozentigen Gehaltserhöhung zu verhandeln.

In Nicaragua verdient ein Arzt an einem öffentlichten Spital im Monat durchschnittlich zwischen 310 und 390 Franken. In Privatkliniken ist der Verdienst etwa vier Mal so hoch.

(sda)

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