Italien: Demos gegen Berlusconi
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ItalienDemos gegen Berlusconi

In mehreren Städten Italiens sind zehntausende Menschen auf die Strassen gegangen, um gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung Berlusconi zu protestieren.

Allein in der Region Emilia-Romagna schlossen sich nach Angaben der Organisatoren insgesamt 50 000 Menschen den Demonstrationen an, zu der die linksgerichtete Gewerkschaft CGIL aufgerufen hatte. In Neapel gingen demnach 30 000 Menschen auf die Strasse, in Palermo 20 000, in Rom 15 000 und in Genua 10 000.

Die Gewerkschaft verlangt von der konservativen Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, ihre Politik der Einsparungen aufzugeben und vor allem nicht mehr beim sozialen Sicherungssystem, der Bildung und der Gesundheit zu sparen.

CGIL-Chef Guglielmo Epifani drohte mit einem Streik an den Schulen, sollte die Regierung an ihren Plänen zum Abbau von Lehrerstellen und zur Reduzierung der Pflichtstundenzahl von Schülern festhalten.

Die grösste italienische Gewerkschaft CGIL war unlängst gestärkt aus den Verhandlungen über die Zukunft der angeschlagenen Fluglinie Alitalia hervorgegangen. Sie hatte das Übernahmeangebot eines Investorenkonsortiums abgelehnt, wodurch Neuverhandlungen nötig wurden. Nach Zugeständnissen der Investoren gab die CGIL ihren Widerstand schliesslich auf.

(sda)

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