Aktualisiert 12.02.2015 13:20

Übertragung per Webcam

Den Bartgeiern ins Nest schauen

Das Schweizer Bartgeier-Paar Mascha und Hans brütet derzeit Nachwuchs aus. Dabei kann man den Greifvögeln zusehen: Im Nest ist eine Kamera installiert.

von
lüs
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Was läuft im Bartgeier-Nest? Eine Kamera filmt, wie es bei Hans und Mascha zugeht. Das Bartgeier-Paar im Tierpark Goldau bekommt derzeit zum 12. Mal Nachwuchs. Die Bilder aus dem Nest werden per Webcam auf die Website der «Schweizer Familie» übertragen.

Was läuft im Bartgeier-Nest? Eine Kamera filmt, wie es bei Hans und Mascha zugeht. Das Bartgeier-Paar im Tierpark Goldau bekommt derzeit zum 12. Mal Nachwuchs. Die Bilder aus dem Nest werden per Webcam auf die Website der «Schweizer Familie» übertragen.

Screenshot Schweizerfamilie.ch
Hans und Mascha bei der Paarung: Keines der drei Bartgeierpaare des Tierparks hat sich schon so oft fortgepflanzt wie die beiden.

Hans und Mascha bei der Paarung: Keines der drei Bartgeierpaare des Tierparks hat sich schon so oft fortgepflanzt wie die beiden.

Natur- und Tierpark Goldau
Mascha ist mittlerweile 25 Jahre alt, Hans 22 Jahre. Bartgeier können ein Alter von über 40 Jahren erreichen.

Mascha ist mittlerweile 25 Jahre alt, Hans 22 Jahre. Bartgeier können ein Alter von über 40 Jahren erreichen.

Natur- und Tierpark Goldau

Mascha und Hans sind das fortpflanzungsfreudigste der drei Bartgeier-Paare im Tierpark Goldau im Kanton Schwyz: Schon elf Jungvögel haben sie in den letzten zehn Jahren aufgezogen, derzeit brüten sie Nachwuchs Nummer zwölf aus.

Damit leistet das Paar einen wichtigen Beitrag dazu, dass die einst ausgerottete Greifvogelart in der Schweiz wieder heimisch wird: Zahlreiche Nachkommen von ihnen wurden in den hiesigen Alpen ausgewildert.

Männchen Hans sitzt öfter auf dem Ei

Interessierte können nun live mitverfolgen, wie es im Bartgeier-Nest zugeht. Eine Kamera überträgt in Echtzeit Aufnahmen ins Internet. Zu sehen ist dabei auch, dass Hans bei der Aufzucht mit einem Engagement dabei ist, an dem sich mancher Mann ein Beispiel nehmen könnte. Abwechslungsweise sitzen er oder seine Partnerin auf dem Ei. Und der Goldauer Zootierarzt Martin Wehrle hat gar festgestellt, dass Hans sich mehr ums Brutgeschäft kümmert als seine Partnerin.

Überhaupt ist die Beziehung des Paars, das im Jahr 2004 nach dem Tod von Maschas früherem Partner zusammengefunden hat, sehr gefestigt: «Die beiden harmonieren sehr gut», so Wehrle zur «Schweizer Familie».

Nach 100 Tagen kommt die Auswilderung

Noch ist der Nachwuchs nicht geschlüpft – sobald dies passiert ist, wird es auf den Live-Bildern mehr Action geben: Dann kann man mitverfolgen, wie Mascha und Hans ihr Junges füttern und umsorgen, bis es voraussichtlich nach etwa 100 Tagen in die Freiheit entlassen wird.

Die Live-Aufnahmen aus dem Bartgeier-Nest gibts hier auf der Website der «Schweizer Familie».

Die Rückkehr des Bartgeiers

Der Bartgeier hatte in den vergangenen Jahrhunderten einen miesen Ruf als Lämmerdieb und «Chindli-Räuber», obwohl er sich in Wahrheit von Aas und Knochen ernährt. Er wurde gnadenlos verfolgt und ausgerottet – der mutmasslich letzte Schweizer Bartgeier wurde im Jahr 1887 im Wallis vergiftet. Anfang der Neunziger Jahre des 20. Jahrunderts begann die Wiederansiedlung in der Schweiz. Mittlerweile sind laut der «Schweizer Familie» in Alpenraum in der Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich bereits 200 Bartgeier ausgewildert worden. (lüs)

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