Schweinegrippe: Den deutschen Fällen geht es besser

Aktualisiert

SchweinegrippeDen deutschen Fällen geht es besser

Die Schweinegrippe ist in Deutschland angekommen. Es gibt es bereits drei bestätigte Fälle. Zwei von ihnen geht es aber bereits besser. In der Schweiz bestehen nach wie vor neun Verdachtsfälle.

In Deutschland gibt es bereits drei bestätigte Fälle von Schweinegrippe. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochvormittag in Berlin mit. Die Erkrankten sind zwischen 20 und 40 Jahre jung und kamen vor kurzem aus Mexiko zurück.

Laut dem RKI handelt es sich zum einen um eine 22-jährige Frau, die nach einer Mexikoreise mit grippeähnlichen Symptomen in ein Hamburger Spital gekommen war. Beim zweiten Fall handle es sich um einen Mann Ende 30, der in der Uniklinik in Regensburg behandelt werde. Ein dritter Fall sei aus dem fränkischen Kulmbach bestätigt worden.

Diesen beiden Schweinegrippe-Patienten geht es nach Angaben der Landesregierung bereits besser. Bei der 37-jährigen Frau aus Kulmbach sei eine «vollständige Genesung» eingetreten, sagte der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder am Mittwoch. Auch der Mann in Regensburg sei auf dem Weg der Besserung. Er sei nach einer Behandlung mit dem Grippemittel Tamiflu fieberfrei, erklärte der Präsident des bayerischen Landesamtes für Gesundheit, Andreas Zapf.

Beschwerdefrei

Der Patient leide aber an einer weiteren Grunderkrankung, so dass er weiter stationär im Uniklinikum Regensburg behandelt werde, sagte Zapf. Die Patientin aus Kulmbach habe dagegen nur leichte Symptome gehabt, sie sei Zuhause isoliert und behandelt worden. Inzwischen sei sie vollkommen beschwerdefrei.

Beide Patienten waren vor etwa einer Woche von Rundreisen aus Mexiko zurückgekehrt und wenig später zum Arzt gegangen. In beiden Fällen sei auch das Umfeld ermittelt worden, sagte Zapf. Die Menschen mit denen es Kontakte gegeben habe, würden untersucht und beobachtet. Bislang gebe es dort keine Ansteckungen. Auch der Ehemann der Kulmbacherin sei nicht angesteckt worden, obwohl man hier ja von einer hohen Ansteckungsmöglichkeit ausgehen könne, sagte Söder weiter.

Hamburger Fall

Bei der Hamburger Patientin sei bereits ein Grippevirus vom Typ H1N1 nachgewiesen, schreibt die Zeitung. Viren vom Typ H1N1 lösen sowohl die Schweine- wie auch die normale, saisonale Grippe aus. Das endgültige Testergebnis soll am Mittag bekanntgegeben werden.

Die Frau wurde am Dienstagmorgen mit typischen Symptomen ins Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) eingeliefert. Die Virologen der Uniklinik seien sich aber bereits sicher, dass die Patientin, die am Wochenende aus Mexiko eintraf, an Schweinegrippe erkrankt ist, heisst es in dem Bericht.

«Sie passt in das Raster», wird der Leiter der Virologie des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, das die Proben untersucht, Stephan Günther, zitiert. Der Verdacht auf Schweinegrippe sei «hochgradig».

Patientin isoliert und mit Medikamenten behandelt

Wie die Klinik mitteilte, hatte sich die Frau in Mexiko aufgehalten und war nach der Landung in Düsseldorf nach Hamburg zurückgekehrt. Sie wurde im Krankenhaus isoliert und untersucht. Die Patientin wurde mit Medikamenten behandelt. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut, hiess es.

(Quelle: SDA/AP)

Zürcher Verdachtsfall war in Mexiko

Der Verdachtsfall auf Schweinegrippe im Kanton Zürich betrifft eine Frau, die kürzlich von einem Aufenthalt in Mexiko zurückgekehrt ist. Wie die Zürcher Gesundheitsdirektion am Mittwoch weiter bekannt gab, verlaufen die Symptome bei der Frau jedoch derart mild, dass keine Einweisung ins Spital erforderlich wurde. «Die Frau ist zu Hause isoliert und wird von Fachpersonal betreut», sagt Sprecher Urs Rüegg gegenüber 20 Minuten Online. Gemäss aktueller Lageeinschätzung bestehe derzeit kein Risiko, sich im Kanton Zürich mit dem Virus anzustecken, heisst es. Im Kanton Zürich werden vorsorglich die notwendigen Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass sich die Lage verschärfen sollte. Dabei gehe es zum Beispiel darum, die Behandlungskapazitäten in den Spitälern sicherzustellen sowie Institutionen und Gemeinden für die betriebliche Vorsorge zu sensibilisieren. In der Schweiz gibt es bisher neun Verdachtsfälle der Schweinegrippe. Betroffen sind neben dem Kanton Zürich die Kantone Aargau, Bern, Genf, Basel-Stadt und Waadt.

(AP/meg)

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