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UnheimlichDen gleichen Unfall gab es vor 52 Jahren schon mal

Vor genau 52 Jahren kam es zwischen Endingen und Lengnau schon einmal zu einem tödlichen Unfall. Auch damals waren ein Postauto, ein LKW und ein Opel involviert.

von
kko

In Endingen AG bestätigt sich das Sprichwort «die Geschichte wiederholt sich» auf tragische Weise. Denn fast auf den Tag genau vor 52 Jahren ereignete sich auf der Surbtalstrasse ebenfalls ein tödlicher Unfall – der jenem vom Dienstag in vielerlei Hinsicht unglaublich ähnlich ist.

«Am 12. November 1962 kam es auf der Strecke zwischen Endingen und Lengnau zu einem schweren Verkehrsunfall», wird im Buch «Endingen – Bilder aus vergangenen Zeiten» dokumentiert – so wie es auch am 11. November 2014 geschah. In den Unfall von vor 52 Jahren waren ebenfalls ein Lastenzug, ein PKW sowie ein Postauto involviert. Eine weiterere schier unglaubliche Übereinstimmung: Auch damals war der Personenwagen ein Opel. Allerdings das ältere Modell Kapitän PL.

Opel wollte Postauto überholen

Laut dem Buch hatte damals jedoch das Auto das Postauto vor sich zu überholen versucht und war dabei frontal mit dem entgegenkommenden Lastwagen kollidiert. Daraufhin scherte dessen Anhänger aus und «schlitzte das Postauto auf». An diesem Abend kamen drei Personen ums Leben. Mehrere Personen wurden leicht bis schwer verletzt und mussten in die umliegenden Spitäler gebracht werden.

Der Autor merkt an: Die Surbtalstrasse sei eine Bereicherung für das Tal gewesen, «verleitete aber auch zu unvorsichtigem Fahren, wie Unglücke im Privatverkehr zeigen».

2014: Zwei Tote, fünf Verletzte

Am Dienstag, also fast auf den Tag genau 52 Jahre später, geschieht das Unheimliche: Am frühen Morgen kollidiert ein Lastwagen mit Anhänger auf der Surbtalstrasse seitlich mit einem entgegenkommenden Postauto. Ein hinter dem Postauto fahrendes Auto prallt daraufhin in den LKW.

Bei dem Unfall kommen eine 18-jährige Frau und ein 24-jähriger Mann, beides Buspassagiere, ums Leben. Fünf Personen werden leicht bis schwer verletzt. Der Lastwagenchauffeur (22) sowie der Postautochauffeur bleiben unverletzt.

Bei dem Abschnitt, auf dem es zum Unglück kam, handelt es sich laut einem Anwohner um eine «sehr enge Strasse». Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/h.

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