10.08.2017 09:47

Länger ist hipperDen Hotpants gehts an den Kragen

Die ultraknappen Hotpants sind angezählt. Die Hadids und Jenners dieser Welt haben den kurzen Hösli den Rücken gekehrt – Fashionistas tragen jetzt Radler-Länge.

von
net
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Bella Hadid (20) gehört zu den Promis, die ihre Hotpants wohl aus dem Kleiderschrank verbannt haben. Das Model sieht man anstatt in knappen Shorts vermehrt in solchen Looks. Hier trägt sie längere Short in Kombination mit Netzstrümpfen und Bomberjacke.

Bella Hadid (20) gehört zu den Promis, die ihre Hotpants wohl aus dem Kleiderschrank verbannt haben. Das Model sieht man anstatt in knappen Shorts vermehrt in solchen Looks. Hier trägt sie längere Short in Kombination mit Netzstrümpfen und Bomberjacke.

Die Länge des Looks ist hierbei entscheidend. So enden die Hosen neu nicht knapp um den Füdli-Bereich, sondern Mitte Oberschenkel oder knapp oberhalb des Knies.

Die Länge des Looks ist hierbei entscheidend. So enden die Hosen neu nicht knapp um den Füdli-Bereich, sondern Mitte Oberschenkel oder knapp oberhalb des Knies.

Zalando
Der Stoff und Stil der Shorts ist wiederum egal.

Der Stoff und Stil der Shorts ist wiederum egal.

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Hosen, die gerade mal (wenn überhaupt) das Füdli bedecken, gaben in den vergangenen Sommersaisons den Ton an. Zum Ende der Kurze-Hosen-Saison 2017 sattelt die modebewusste Prominenz jetzt um. Wortwörtlich, denn die neue Länge der luftigen Shorts erinnert an Beinkleidung aus dem Radsport.

Egal ob Jeans-Stoff oder Baumwolle, im Army-Style oder ausgefranst, mit oder ohne Netzstrümpfe drunter – die Länge ist entscheidend. So enden kurze Hosen jetzt Mitte Oberschenkel oder knapp oberhalb des Knies. Schwierig, denken Sie? Alles Sache des Stylings, sagen die Experten.

Die Kombi machts

Die Moderedaktion von 20 Minuten Friday empfiehlt, enge Shorts mit etwas Weitem zu kombinieren. Einem Sweater oder Herrenhemd zum Beispiel – das unterbreche die Silhouette. Auch High Heels seien ein guter Kontrast zum eher lockeren Look. Diese strecken das Bein, was bei dieser Hosenlänge von Vorteil ist.

Beim weiter geschnittenen Bermuda-Shorts-Look empfiehlt es sich, obenrum etwas Anliegendes zu tragen – da könne man ruhig mehr Haut zeigen. Friday-Moderedaktorin Jennifer Tschugmell findet den Trend toll, wie sie sagt. «Die Tendenz zu ‹weniger Haut ist mehr› wird hier deutlich – weg von superkurzen Shorts finde ich gut. Die wirken schnell billig.»

Sind die Hotpants damit vorbei?

Verschwinden jetzt die Hotpants aus dem Strassenbild? Wahrscheinlich nicht. Denn wie wir wissen, ist es mit Modetrends ein stetes Kommen und Gehen. Das bestätigt ein Blick in die Geschichte der Hotpants. Populär gemacht hat sie Kate Moss, Topmodel der 90er Jahre und Stilikone.

Moss' wilde Kombinationen der knappen Shorts mit Ballerinas oder Ankle-Boots prägten den Look der heute 43-Jährigen in den Jahren von 2005 bis 2007, schreibt Vogue.com – mit Nachwirkung bis heute. Damals lösten die Hotpants knielange Hosen ab, die wiederum bereits etliche Male Hotpants verbannt hatten – in den 70er Jahren empörten Letztere den konservativen Mittelstand zur Zeit der Hippie-Bewegung.

Das Schlusswort hat ein Meister des Fachs: Oscar de la Renta (†82) war einer der einflussreichsten Modeschöpfer überhaupt. «Hotpants sorgen dafür, dass du dich ‹hot› fühlst, du läufst ‹hot›, du bist ‹hot›.» Wir werden sie also wiedersehen.

(Vide: Youtube / OscardelaRentaTV)

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