Mañana: Den Kampf gegen den Kater knapp verloren
Aktualisiert

MañanaDen Kampf gegen den Kater knapp verloren

Die drei Schweizer Bands Mañana, Flink und Alvin Zealot erhellten am Freitagabend die Schüür in Luzern. Richtig warm ums Herz wurde den meisten dennoch nicht.

von
Vesna Garstick

Mit sanftem Kerzenlicht und Luzerner Charme empfing die Schüür Teenager wie auch deren Eltern zur musikalischen Ausnüchterung und Landung im neuen Jahr. Doch das durch die Folgen des Jahreswechsels sichtbar geschwächte Publikum wippte bloss lethargisch mit den Zehenspitzen, die Stimmung war freundlich gedämpft. Karierte Halstücher, rote Wollmützen und ein paar verirrte Emos gesellten sich aber unkompliziert zu schnauzbärtigen Rockern.

Als nach Alvin Zealot und Flink endlich der Hauptakt Mañana auf die Bühne kam, war der Abend schon weit fortgeschritten. Und der sphärisch-samtene Soundteppich der Basler Newcomer konnte mit seinen gemalten Traumbildern das verkaterte Publikum leider nicht mehr wachrütteln. Die interessant-zerbrechliche Stimme von Manuel Bürkli vermochte die noch Prosecco-getränkten Herzen nicht mehr zu entflammen. Es war interessante Musik zur falschen Zeit und am falschen Ort. Und sie erinnerte irgendwie ans Silvesterfeuerwerk in Zürich. Bloss dass die Füs­se warm blieben.

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