Morgan Super 3: Den legendären 3-Wheeler gibts jetzt mit Dreizylinder
Der neue Super 3 ist vom Jet-Design inspiriert und baut auf einer dreiteiligen Aluminium-Plattform auf. 

Der neue Super 3 ist vom Jet-Design inspiriert und baut auf einer dreiteiligen Aluminium-Plattform auf. 

 Morgan
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Morgan Super 3Den legendären 3-Wheeler gibts jetzt mit Dreizylinder

Auch Morgan muss mit der Zeit gehen. Für den britischen Hersteller ticken die Uhren allerdings etwas langsamer.

von
Dave Schneider

Seit 108 Jahren baut der britische Hersteller Morgan Dreiräder. Diese Threewheeler erleben derzeit ein Revival – auch andere Hersteller wie Vanderhall oder Polaris bauen inzwischen puristische Roadster mit zwei Rädern vorn und einem Rad hinten. Doch punkto Style ist es schwer, an die legendären Morgan-Modelle heranzukommen.

Nun haben die Briten den Super 3 vorgestellt. Damit will sich der Hersteller moderner aufstellen, wobei modern für Morgan bedeutet, dass für den Super 3 eine neue, dreiteilige Aluminiumplattform verwendet wurde. Das ist ein grosser Schritt für einen Hersteller, der als einziger weltweit noch Holzrahmen für den Karosserieaufbau verwendet. Ausserdem verfügt der Nachfolger des zwischen 2011 und 2021 produzierten 3-Wheelers als erstes Morgan-Modell über eine Monoqoque-Struktur. Das Konzept aber bleibt das alte: zwei Räder vorn, kein Dach, Sidepipe-Auspüffe und offene Mechanik. Wobei das Herzstück, der Motor, beim Super 3 nicht sichtbar ist, sondern hinter den Vorderrädern unter einer Haube montiert wurde.

Neue Design-Sprache

Dieser stammt von Ford, hat drei Zylinder in Reihe mit 1,5 Litern Hubraum und übertrifft mit einer Leistung von 87 kW/118 PS die bisherigen Dreiräder von Morgan deutlich. Die Kraftübertragung übernimmt wie beim Vorgänger das ultra-knackige 5-Gang-Getriebe aus dem Mazda MX-5. Wer nun denkt, das sei etwas gar wenig Power, der vergisst das Gewicht: Der Super 3 wiegt nur 635 Kilogramm und beschleunigt so in sieben Sekunden auf Tempo 100 – der Topspeed liegt bei 209 km/h. Den Durchschnittsverbrauch gibt der Hersteller mit 5,8 Litern an.

Der Super 3 sei Auftakt einer neuen Produktfamilie mit einer neuen Design-Sprache, die gemäss Hersteller vom Jet-Zeitalter inspiriert sei. Es ist auch das erste Modell mit «clean-sheet»-Design seit der Einführung der Aero 8 im Jahr 2000 – das Design entstand also quasi auf einem leeren Blatt Papier. Laut Morgan ist der Super 3 die grösste optische Veränderung seit des Plus 4 Plus von 1962. Und er wurde dem bisher strengsten Haltbarkeitsprogramm der Unternehmensgeschichte unterzogen.

Die Preise für den dreirädrigen Roadster starten bei 54’500 Franken. 

Die Preise für den dreirädrigen Roadster starten bei 54’500 Franken. 

Morgan
Beim Super 3 sitzt der Motor hinter den Vorderrädern unter einer Haube – es ist ein Dreizylinder-Sauger von Ford.

Beim Super 3 sitzt der Motor hinter den Vorderrädern unter einer Haube – es ist ein Dreizylinder-Sauger von Ford.

Morgan
Das Cockpit ist spartanisch, doch es gibt immerhin einige Annehmlichkeiten wie ein abschliessbares Fach unter den Sitzen.

Das Cockpit ist spartanisch, doch es gibt immerhin einige Annehmlichkeiten wie ein abschliessbares Fach unter den Sitzen.

Morgan

Auch im Cockpit ist der Super 3 moderner als seine Vorgänger. Die Instrumentenanzeigen sind nun vollständig digital, optional ist zum ersten Mal eine Heizung für den Fussraum erhältlich, das Lenkrad lässt sich in Höhe und Tiefe verstellen. Die Pedale können per Schnellspanner in der Höhe justiert werden. Mittels einer Universalbefestigung unter dem Armaturenbrett und an den Türen lassen sich kleinere Gegenstände befestigen, ausserdem gibt es ein abschliessbares Fach unter den Sitzen. 

Wie jeder Morgan wird auch der neue Super 3 in Malvern, Worcestershire, in der Fabrik in der Pickersleigh Road gebaut. In diesen ehrwürdigen roten Backsteingebäuden werden seit 1914 die Fahrzeuge von erfahrenen Handwerkern in Handarbeit hergestellt. Die Preise starten bei 54'500 Franken.

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