Aktualisiert 04.07.2014 12:53

Weniger LehrverträgeDen Luxushotels geht das Personal aus

Nur noch für wenige Jugendliche ist es offenbar ein Traumjob, in einem Nobelhotel zu arbeiten. Die Gründe dafür sind auch branchenspezifisch.

von
laf
Hotel Belvedere in Scuol: Lehrstellen muss man hier regelrecht bewerben.

Hotel Belvedere in Scuol: Lehrstellen muss man hier regelrecht bewerben.

1844 Köche, 648 Restaurations- und 338 Hotelfachleute fingen in der Schweiz im vergangenen Sommer eine Lehre an. Das sind insgesamt 2830 neue Lehrlinge - und 19 Prozent weniger als vor fünf Jahren, berichtet der «Blick». Nicht einmal vor den Luxushotels macht die Entwicklung halt. Besonders hart treffe es das Bündnerland. Im Viersternehotel Belvédère in Scuol etwa bleiben laut dem Bericht drei von zehn Lehrstellen frei. Um diese zu besetzen, müssen sich die Hotelbetreiber selbst ins Zeug legen. «Ich muss meine Stellen richtiggehend bewerben», so Besitzer Kurt Baumgartner.

Für die negative Entwicklung gibt es verschiedene Gründe. Zum einen sind die aktuellen Lehrlings-Jahrgänge geburtenschwach. Ausserdem entscheiden sich mehr Jugendliche fürs Gymnasium. Branchenspezifisch seien unregelmässige Arbeitszeiten das Problem, so Daniel Jung, Vizedirektor des Verbands Gastrosuisse, zum «Blick».

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