Den Menschenhandel härter bekämpfen
Aktualisiert

Den Menschenhandel härter bekämpfen

Die Koordinatorin der Arbeitsgruppe Menschenhandel, Catherine Jobin, sagt es klar: «Ohne Zeugen können wir Menschenhändlern keinen Prozess machen.»

Deshalb müsse den illegal eingeschleppten Frauen die Angst vor der Fremdenpolizei und den Menschenhändlern genommen werden. Für einen besseren Opferschutz werden etwa die Zeugen für die Dauer der Strafverfahren an einem unbekannten Ort untergebracht. Zudem erhalten sie eine temporäre Aufenthaltserlaubnis.

Die involvierten Basler Behörden haben zu diesem Zweck ihre Zusammenarbeit neu geregelt – auch mit dem Baselbiet. In Basel sind seit 2005 bis dato zehn Fälle von Menschenhandel zur Anzeige gebracht worden. Wobei gesamtschweizerisch, so schätzt das Bundesamt für Polizei, jährlich zwischen 1500 und 3000 Frauen von Zwangsprostitution betroffen seien.

(lvi)

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