Internet-Portal: Den Skilehrer kann man jetzt online buchen
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Internet-PortalDen Skilehrer kann man jetzt online buchen

Über österreichische Vermittler lassen sich Ski-Instruktoren für den Wintersport direkt und günstig buchen. Nicht überall kommt das neue Angebot gut an.

von
kwo

«Wir wollen die Buchung von Wintersportaktivitäten wesentlich erleichtern», sagt der Österreicher Stefan Pinggera. Gemeinsam mit seinem Partner Georg Reich hat er die Onlineplattform checkyeti.com gegründet. Auf dieser können Winterferiengäste und Bergsportfreunde ihren Skilehrer oder die Skischule für die Kinder buchen. Pinggera verspricht: «Mit unserem Portal sagen wir der mühseligen Buchung von Skiguides per Telefon oder vor Ort den Kampf an.»

Auf die Idee, das Portal zu gründen, seien die beiden Gründer gekommen, weil sie selbst begeisterte Skifahrer- und Snowboarder seien. Aufgewachsen sind Pingerra und Reich in den Salzburger Alpen. Sitz ihres Start-ups ist die österreichische Kapitale Wien, wobei ihre Firma neu auch einen Sitz in der Schweiz habe. Bei der Auswahl der Skilehrer und Guides sollen die Bewertungen und Kommentare hilfreich sein, die andere Nutzer auf checkyeti.com abgeben. Die Bewertungen dienen somit quasi als Qualitätssicherung, wie dies auch bei Hotel- und Flugbuchungsportalen der Fall ist.

Probleme mit der Qualität

Eher kritisch äussert sich Schweiz Tourismus zum neuen Angebot. «Grundsätzlich befürworten wir Angebote wie checkyeti.com, die den Gast ohne Umschweife zu einem massgeschneiderten Wintererlebnis führen», sagt Mediensprecher Alain Sutter zu 20 Minuten. Zugleich gelte in der Branche jedoch die Maxime, dem Gast kompromisslos die höchste Qualität zu bieten. Es sei deshalb klar: «Im Bereich Skiunterricht führt in unseren Augen kein Weg an den Schweizer Skischulen mit ihrem Ausbildungskonzept vorbei, einem klaren und anerkannten Gütesiegel für didaktische, technische und methodische Kompetenz.»

Auf der Website checkyeti.com würden hingegen viele private Skilehrer ihre Dienste anbieten. Ihr Leistungsausweis in puncto Ausbildung und Fachwissen sei nicht klar ersichtlich. Dies sei ein Problem. Um einen echten Mehrwert für die Gäste zu bieten, wäre es zudem wichtig, dass der Dienst flächendeckend für alle Schweizer Wintersportorte existiert, erklärt Sutter. Dies sei im Moment noch nicht der Fall.

Schweiz kämpft um Wintersportgäste

Allgemein durchläuft der Schweizer Tourismus im Moment eine schwierige Zeit. Wegen des starken Frankens sagt die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) für die Wintersaison eine Stagnation bei den Hotelübernachtungen voraus. Die Zahl der Logiernächte von inländischen Gästen soll zwar um 1,1 Prozent ansteigen, diejenige der Touristen aus dem Ausland aber um 0,7 Prozent sinken.

Rund eine Million Franken hat Schweiz Tourismus deshalb in eine neue Social-Media-Kommunikationsplattform investiert, die seit kurzem online ist. Sie zeigt, was von Social-Media-Nutzern täglich generiert wird: Die Schönheit der Schweiz in Form von Selfies oder Ferienfotos, veröffentlicht auf Twitter, Instagram und Facebook.

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