Lärmklagen: Den Stadtzürchern war es im Juli 670 Mal zu laut
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LärmklagenDen Stadtzürchern war es im Juli 670 Mal zu laut

Bei der Zürcher Stadtpolizei gingen im Juli mit 670 Lärmklagen so viele ein wie seit drei Jahren nicht mehr in jenem Monat. Grund dafür war das durchgehend schöne und warme Wetter.

von
rom

Aktionen wie jene mit dem Liebespaar im Bett, das Passanten zum Einhalten der Nachtruhe aufrief (20 Minuten berichtete), sind nötiger denn je. Das zeigt ein Blick auf die Anzahl Lärmklagen: Allein im Juli gingen bei der Stadtpolizei Zürich rund 670 ein – so viele wie seit drei Jahren nicht mehr. Im Juli 2012 waren es rund 650, 2011 knapp 590. «Wenn das Wetter schön und warm ist wie in diesem Juli, halten sich die Leute eher draussen auf und es gibt mehr Reklamationen», sagt Stapo-Sprecherin Judith Hödl. Insgesamt bewege sich die jährliche Anzahl Lärmklagen auf konstant hohem Niveau: 2012 und 2011 waren es total je rund 4800, 2010 rund 4600. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 zählte man bloss 3900.

Diese Entwicklung wundert Christian Fischer, Betriebsleiter von Sicherheit Intervention Prävention (SIP) Züri, nicht: «Die Stadt wird im Sommer immer intensiver genutzt – eine Folge der Mediterranisierung.» Dass Plakat- und Flyeraktionen wie etwa in den letzten zwei Jahren im Dörfli und am Idaplatz offenbar kaum etwas bringen, lässt er nicht gelten: «Man kann das Problem nicht aus der Welt schaffen, aber die Leute sensibilisieren.» Die SIP ist regelmässig auf Patrouille an Hotspots. Fischer: «Wenn wir lärmende Leute bitten, leiser zu sein, zeigen sich die meisten kooperativ – in seltenen Fällen müssen wir die Polizei rufen.»

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