Den Tätern auf der Spur
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Den Tätern auf der Spur

Das Polizeilabor der Kapo St. Gallen ist als erstes der Schweiz international anerkannt worden. Gestern wurde die Akkreditierungsurkunde übergeben.

Die Gewalttat ist begannen, der Verkehrsunfall geschehen, das Feuer gelöscht: Genau dann beginnt die Arbeit des Forensisch-Naturwissenschaftlichen Dienstes (FND) der Kapo St. Gallen. Das zehnköpfige Team des Polizeilabors wertet Material von Schauplätzen aus und sichert die Spuren vor Ort.

Dank seiner Arbeit können Täter überführt oder Verdächtige entlastet werden. «Hauptsächlich bearbeiten wir Kriminalfälle», so Ivo Niederer, Chef Forensische Chemie und Technologie (FCT), «aber auch Spuren von Betäubungsmitteldelikten, Verkehrsunfällen und Bränden werden bei uns ausgewertet.»

Das Interesse an forensischer Arbeit ist insbesondere seit der Erfolgsserie «CSI» stark gestiegen. Niederer warnt jedoch davor, diese als realitätsgetreu zu betrachten: «Zwar ist unsere Arbeit genauso spannend, in der Serie werden aber viele Abläufe verfälscht», so der FCT-Chef. Auch dauere die Analyse in Wirklichkeit sehr viel länger und nicht immer resultierten eindeutige Ergebnisse.

Als erstes Polizeilabor der Schweiz arbeitet der FND seit Ende Mai nun auch nach internationalen Normen. Gestern wurde die Urkunde der Schweizerischen Akkreditierungsstelle überreicht.

(mac)

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