Aktualisiert 05.04.2018 01:31

Reiseveranstalter

«Den zwölf befreiten Geiseln geht es gut»

Die sieben Schweizer und fünf Italiener sind in der Hauptstadt von Kamerun von Beamten und Diplomaten empfangen worden.

von
chk
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Nach einem Tag in Geiselhaft konnten die Schweizer wieder befreit werden.

Nach einem Tag in Geiselhaft konnten die Schweizer wieder befreit werden.

kein Anbieter/privat
Die zwölf europäischen Geiseln nach der Befreiung.

Die zwölf europäischen Geiseln nach der Befreiung.

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Die Entführungen ereigneten sich im englischsprachigen Westen Kameruns.

Die Entführungen ereigneten sich im englischsprachigen Westen Kameruns.

kein Anbieter/jdc

Den zwölf in Kamerun befreiten europäischen Touristen geht es nach Angaben ihres Reiseveranstalters gut. «Niemandem wurde Gewalt angetan, und allen Teilnehmern in der Gruppe geht es gut», teilte die Agentur African Adventures am Mittwoch mit. Zu den Teilnehmern der Reisegruppe zählten sieben Schweizer und fünf Italiener. Sie wurden in die Hauptstadt Jaunde gebracht, wo sie von kamerunischen Beamten sowie Diplomaten ihrer Heimatländer empfangen wurden.

Die zwölf Europäer waren nach örtlichen Behördenangaben in der Region Mungo-Ndor unterwegs und wollten bei Touristen beliebte Seen besuchen. Der Regierung des zentralafrikanischen Landes zufolge wurde die Reisegruppe von einer «Bande bewaffneter Terroristen» entführt und später bei einem «Spezialeinsatz» der Armee befreit.

Im englischsprachigen Westen Kameruns kämpfen Separatisten für einen unabhängigen Staat. In den vergangenen Wochen nahmen die Unruhen in der Region zu, es gab vermehrt Angriffe auf Sicherheitskräfte und Zivilisten sowie Entführungen von Beamten. 33'000 Menschen flüchteten vor der Gewalt ins benachbarte Nigeria.

Etwa ein Fünftel der Kameruner gehört der anglophonen Minderheit an, die übrigen Bewohner gehören zur französischsprachigen Mehrheit. Die sprachliche Aufteilung des Landes ist eine Folge der Kolonialzeit. (chk/afp)

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