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Denkmal der Waffen-SS zerstört

Unbekannte Täter haben das umstrittene Denkmal der Waffen-SS im Westerwaldort Marienfels zerstört. Um das Mahnmal gibt es bereits seit Jahren Streit.

Wie die Polizei am Freitag berichtete, wurde das etwa sechs Meter breite und drei Meter hohe Denkmal offenbar in der Nacht zum Donnerstag umgestürzt. Dabei sei die Steinkonstruktion nahezu vollständig zerbrochen.

Um das Mahnmal gibt es bereits seit Jahren Streit zwischen der Gemeinde Marienfels und dem Kameradschaftsverband ehemaliger Soldaten der Waffen-SS. Die Gemeinde drängt bereits seit längerer Zeit auf die Entfernung des Denkmals. Ein auf 30 Jahre befristeter Pachtvertrag war 2001 ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Die Gemeinde befürchtete, dass sich das Denkmal für die gefallenen Soldaten der SS-Divisionen «Leibstandarte Adolf Hitler» und «Hitlerjugend» zu einer Pilgerstätte von Neonazis entwickelt.

Im vergangenen November demonstrierten in Marienfels rund 200 Mitglieder und Anhänger des Kameradschaftsverbands für den Erhalt des Denkmals. Ihnen traten nach einem öffentlichen Aufruf von DGB, CDU, FDP, Grünen und SPD rund 500 Demonstraten entgegen, die sich für die Beseitigung des Mahnmals stark machten. (dapd)

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