Denkmal für Armenier in Paris geklaut
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Denkmal für Armenier in Paris geklaut

Vor zwei Tagen hat Frankreich ein Gesetz verabschiedet, das die Leugnung des türkischen Völkermordes an den Armeniern unter Strafe stellt. Unbekannte haben nun in Paris ein Denkmal für die getöteten Armenier entwendet.

Das einige hundert Kilo schwere Denkmal verschwand in der Nacht zum Samstag von seinem Platz nahe des Bahnhofs von Chaville, wie die Präfektur mitteilte.

Stéphane Topalian vom Vorstand der armenischen Kirche verwies auf den zeitlichen Zusammenhang mit der Entscheidung der Nationalversammlung, die Leugnung des Völkermords an den Armeniern in den Jahren 1915 bis 1923 unter Strafe zu stellen. Zugleich räumte er ein, die Polizei schliesse auch nicht aus, dass es die Diebe einfach auf das Metall abgesehen haben könnten - die zwölf Steinreihen, die ebenfalls zum Denkmal gehörten, seien unversehrt geblieben.

Das Werk des Künstlers Georges Ayvayan, ein Geschenk der armenischen Gemeinschaft an die Stadt Chaville, war vor vier Jahren eingeweiht worden. Gegen die Entscheidung der Nationalversammlung gab es heftige Proteste der Türkei, Kritik kam auch von der EU sowie der französischen Regierung. Der Gesetzentwurf muss noch vom Senat gebilligt und von Staatspräsident Jacques Chirac unterzeichnet werden, um in Kraft zu treten. (dapd)

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