Berlin: Denkmal für Hitler-Attentäter
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BerlinDenkmal für Hitler-Attentäter

In der deutschen Hauptstadt erinnert ein Denkmal an den Hitler-Attentäter Georg Elser. Damit wird der Mann, der am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller einen Bombenanschlag auf Hitler verübte, erstmals mit einem Denkmal gewürdigt.

Die Elser-Büste befindet sich in der Nähe des Bundesinnenministeriums in einer «Strasse der Erinnerung». Dort werden auch andere Persönlichkeiten der deutschen Geschichte als «Helden ohne Degen» geehrt, so der Widerstandskämpfer Albrecht Haushofer oder der Literaturnobelpreisträger Thomas Mann.

Der Württemberger Schreiner Elser hat nach den Worten des Berliner Kulturstaatssekretärs André Schmitz «das einzige Attentat geplant und ausgeführt, dem beinahe die gesamte NS-Spitze zum Opfer gefallen wäre». Wäre das Attentat erfolgreich gewesen, hätten möglicherweise Millionen Juden und Kriegsopfer die NS-Herrschaft überlebt.

Elsers Anschlag scheiterte, weil Hitler überraschend wenige Minuten vor der Explosion den Bürgerbräukeller verliess. Der Sprengkörper tötete acht Menschen, 63 wurden verletzt. Elser wurde noch am gleichen Abend verhaftet und deportiert. Wenige Tage vor Kriegsende wurde er in Dachau ermordet.

(sda)

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