Kapellbrücke Luzern: Denkmalpflege warnt vor Moos auf der Kapellbrücke
Aktualisiert

Kapellbrücke LuzernDenkmalpflege warnt vor Moos auf der Kapellbrücke

Der Befall durch Moos auf dem Dach der Kapellbrücke ist enorm. Darum kommt es weg – zum Bedauern der Touristen.

von
Irene Reis
Das Moos auf dem Dach der Kapellbrücke sieht zwar schön aus, kann aber zu Schäden führen.

Das Moos auf dem Dach der Kapellbrücke sieht zwar schön aus, kann aber zu Schäden führen.

Dichte Moosklumpen machen sich auf dem Dach der Kapellbrücke breit – das birgt ein grosses Risiko: «Starker Moosbefall kann im schlimmsten Fall zu Feuchteschäden im Dach führen», warnt Theresia Gürtler Berger, Ressortleiterin Denkmalpflege und Kulturgüterschutz der Stadt. Daher sei vorgesehen, demnächst den Moosbesatz auf der Kapell­brücke zu entfernen. Jörg Hartmann, Projektleiter Infrastruktur, bestätigt: «Die Entfernung des Mooses ist in den Unterhaltsarbeiten der Kapell­brücke vorgesehen und bereits mit dem Dachdecker besprochen.» Ein erster Teil der Arbeiten starte im Oktober.

Gut für die Brücke – schade für Touristen, denn diese mögen das Moos auf der «Chapel Bridge»: «Sie sieht schöner aus mit dem Moos und ist sehr sympathisch», schwärmt Jerry Ying aus den USA. Sein Landsmann Mike Ho findet das Moos auf dem Dach «rustikal und authentisch». Und Zhao Yingji aus China mag es, da es natürlich sei. Die Touristen dürfen sich freuen, denn das Moos wächst sicher wieder nach – es findet nämlich auf dem Dach der Brücke optimale Bedingungen vor: Stefan Herfort von der städtischen Umweltschutzstelle kennt den Grund: «Die raue Oberfläche der Ziegel, der Vogelkot und die erhöhte Luftfeuchtigkeit über dem Fluss bilden einen idealen Nähr­boden.»

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