Aktualisiert 14.08.2005 18:39

Denner & Co: Der Herbst wird heiss, in Sachen Preis

Die Schweizer wurden genug geschröpft: Denner, Coop und Migros ziehen nun am gleichen Strick und legen im Kampf gegen überhöhte Preise einen Zacken zu.

«Im Herbst wird die Post abgehen», verspricht Denner-Boss Philippe Gaydoul in Sachen Preispolitik. In einem Interview mit dem «SonntagsBlick» wettert der CEO gegen die Aldi-Hysterie: Der Discounter werde hier «nie und nimmer so billig sein wie in Deutschland». Ausserdem zieht Gaydoul auch Lieferanten und Markenartikel- Hersteller zur Rechenschaft. Diese hätten nicht begriffen, dass Schluss sei mit den überhöhten Preisen. Nur wenige Markenartikel könnten zudem auf die Detailhändler verzichten, droht der Denner-Chef.

Promarca, der Verband der Markenartikel, rechtfertigt den Preisunterschied zwischen der Schweiz und Deutschland mit den hohen Kosten für Vertrieb, Markteintritt und Marktunterhalt. «Alles Ausreden», kontert Gaydoul. Vertretbar sei lediglich ein Preisaufschlag von 5 bis 10 Prozent.

Auch Coop will nun genauer nachrechnen: «Was nicht plausibel ist, akzeptieren wir nicht mehr», sagt Coop-Sprecher Felix Wehrle. Die Migros ihrerseits hat dem Preisüberwacher Rudolf Strahm eine Liste mit Produkten übergeben, deren Einstandspreis zu hoch ist für die Schweiz. Strahm begrüsst das Aufwachen der Grossverteiler.

(pav)

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