1,5 Prozent mehr Umsatz: Denner wächst dank Filialen in der Stadt
Aktualisiert

1,5 Prozent mehr UmsatzDenner wächst dank Filialen in der Stadt

Um 1,5 Prozent auf 2,86 Milliarden Franken konnte Denner seinen Umsatz steigern. Zu verdanken hat dies der Discounter den Franchisebetrieben und den kleinen Stadtfilialen.

Unter anderem die Stadtfilialen sorgten für einen starken Umsatz bei Denner.

Unter anderem die Stadtfilialen sorgten für einen starken Umsatz bei Denner.

Der Discounter Denner ist auch im vergangenen Jahr umsatzmässig gewachsen - im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 2,86 Mrd. Franken. Damit bleibt das Unternehmen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Fortan will Denner auf Standortqualität und sein flexibles Geschäftsmodell setzen.

Im letzten März hatte die Migros-Tochter erklärt, 2013 einen Umsatz von 3 Mrd. Fr. anzustreben. Diese Zahl sei eine Zielsetzung, die man in drei bis vier Jahren erreichen wolle, rechtfertigte sich Denner-Sprecherin Paloma Martino am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. In einem schwierigen Marktumfeld habe man im letzten Jahr ein gutes Wachstum von 1 bis 2 Prozent erreicht.

Hinter Erwartungen

Den eigenen Erwartungen hinkt Denner auch beim Ausbau des Filialnetzes hinterher. 23 Neueröffnungen standen 20 Ladenschliessungen gegenüber, wie es in einer Mitteilung vom Montag hiess. Damit wurde das anvisierte Ziel von 20 bis 30 neuen Filialen pro Jahr klar verfehlt, das sich Denner im März gesetzt hatte.

Martino betonte, dass es Denner in erster Linie auch nicht mehr um eine weitere Expansion gehe. «Wir haben bereits knapp 800 Filialen und deshalb ist expansionsbedingtes Wachstum nicht unser vorrangiges Ziel.» In den Fokus rücken soll stattdessen der Auftritt und die Qualität der bestehenden Standorte.

Flexibles Geschäftsmodell als Vorteil

Wachstumspotenzial ortet Martino in neuen Quartieren und attraktiven Innenstadtlagen, wobei bei letzteren Vorsicht geboten sei, da der hohe Mietzins gute Umsätze voraussetze. Für den schnellen Einkauf setzt der Detailhändler auf kleine Stadtfilialen mit längeren Öffnungszeiten, die unter der Marke Denner Express geführt werden.

Im vergangenen Jahr sind die Umsätze dieser Läden und der Franchisebetriebe, sogenannte Denner Satelliten, besonders stark gewachsen. Diese Marken erwirtschafteten 667 Mio. Franken, was im Vergleich zu 2012 einem Zuwachs von 2,7 Prozent entspricht.

Angesichts des mehrgleisigen Geschäftsmodells sieht Martino Denner für 2014 auf Kurs. Im Gegensatz zu den Discountern Aldi und Lidl sei man flexibel, etwa was die Ladenfläche betrifft. «Wir brauchen keine 1000 Quadratmeter, sondern können uns den örtlichen Bedürfnissen anpassen», so Martino. (sda)

Deine Meinung