Tödlicher Raser-Unfall: Der 21-jährige Schweizer sass am Steuer
Aktualisiert

Tödlicher Raser-UnfallDer 21-jährige Schweizer sass am Steuer

Der tödliche Raser-Unfall von Staad SG, bei dem ein 53-jähriger Pizzakurier ums Leben kam, ist aufgeklärt. Der Fahrer des Wagens wurde überführt.

von
aeg

Bereits kurz nach dem tödlichen Auto-Unfall von Dienstagnacht wurden die zwei Insassen des Unfallwagens festgenommen. Nun hat die Kantonspolizei St. Gallen geklärt, wer den schwarzen BMW in jener Nacht gelenkt hatte. In den Befragungen gab der 21-jährige Schweizer zu, am Steuer gesessen zu sein. Sein mitfahrender 22-jähriger Kollege bestätigte dies gegenüber den Strafuntersuchungsbehörden.

Die gesicherten und ausgewerteten Spuren würden diese Aussagen unterstreichen, teilt die Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Lenker einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Der Beifahrer wurde aus der Haft entlassen. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen hat ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Lebens, eventualvorsätzlicher Tötung und Lenken eines Fahrzeuges in nicht fahrfähigem Zustand eröffnet.

Mit dem Auswerten der Blut- und Urinproben wurde das Institut für Rechtsmedizin beauftragt. Resultate liegen frühestens nächste Woche vor.

Zu schnell in die Kurve

Der tödliche Zusammenstoss ereignete sich am Dienstagabend gegen Mitternacht. Die beiden Unfallverursacher waren mit ihrem BMW zu schnell gefahren und deshalb nach einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort prallten sie in den korrekt fahrenden Pizzakurier. Dessen Kleinwagen wurde über 30 Meter zurückgeschleudert.

Der 53-Jährige wurde im Wrack eingeklemmt. Obwohl rasch ein Notarzt zur Stelle war, kam für den Mann jede Hilfe zu spät. Er starb noch am Unfallort.

Der BMW des Unfallverursachers kam auf dem Trottoir zum Stillstand. Von den beiden Insassen erlitt einer leichte Verletzungen, der andere blieb unverletzt.

Meldungen über Raser

Vor dem Unfall hatte die Notrufzentrale Meldungen erhalten, wonach zwischen Rorschach und Rheineck ein BMW massiv zu schnell unterwegs war. Laut Polizei könnte es sich um die Unfallverursacher gehandelt haben.

Die Hauptstrasse in Staad war nach dem Unfall für mehrere Stunden gesperrt. Zwei Rettungswagen, Notarzt, Feuerwehr und mehrere Polizeipatrouillen standen im Einsatz. (aeg/sda)

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