Verspätungen: Der 31er-Bus soll wieder pünktlich verkehren
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VerspätungenDer 31er-Bus soll wieder pünktlich verkehren

Die Stadtzürcher Buslinie 31 verkehrt seit Dezember bis Witikon. Es kam teilweise zu grossen Verspätungen. Ab 19. Februar werden zwei zusätzliche Busse eingesetzt.

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tam
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Seit dem 10. Dezember 2017 fährt die Buslinie 31 bis zur Haltestelle Kienastenwies in Zürich-Witikon. Deswegen kommt es zu teilweise grossen Verspätungen.

Seit dem 10. Dezember 2017 fährt die Buslinie 31 bis zur Haltestelle Kienastenwies in Zürich-Witikon. Deswegen kommt es zu teilweise grossen Verspätungen.

Die VBZ will ab 19. Februar bis zu zwei zusätzliche Fahrzeuge auf der Linie verkehren lassen, um die Stabilität der Linie zu verbessern.

Die VBZ will ab 19. Februar bis zu zwei zusätzliche Fahrzeuge auf der Linie verkehren lassen, um die Stabilität der Linie zu verbessern.

Leser-Reporter

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 bekam das Quartier Witikon eine direkte Verbindung ins Stadtzentrum. Die Freude darüber war bei den Witikern gross. Bald aber machte sich Enttäuschung breit, weil die Busse auf dieser Strecke chronisch verspätet waren. «Auf den Bus ist kein Verlass mehr wie früher», sagt 20-Minuten-Leserin Barbara H., die die neue Buslinie täglich benutzt. «Mein Sohn kam am Mittwoch wegen der neuen Buslinie ganze 40 Minuten zu spät zur Schule.»

Die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) teilen nun mit, dass sie nach eingehender Analyse verschiedene Massnahmen ergreifen, um die überdurchschnittlichen Verspätungen zu verringern. Ab dem 19. Februar 2018 sollen auf der Buslinie 31 zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt und so die Zuverlässigkeit verbessert werden. Diese Massnahme sei ursprünglich erst auf den Baustellenbeginn Witikonerstrasse im Spätsommer 2018 geplant gewesen und werde jetzt vorgezogen.

Zwei zusätzliche Fahrzeuge werden eingesetzt

Geplant ist, dass die Buslinie mit maximal zwei zusätzlichen Fahrzeugen betrieben wird. Hans Konrad Bareiss, Leiter Markt VBZ, sieht darin zwei Vorteile: «Zum einen können die Rückfahrten pünktlich beginnen, weil die Busfahrer beim Wenden an der Endhaltestelle eine grössere Zeitreserve haben. Zum anderen können bei bestimmten Haltestellen eine zusätzliche Minute eingerechnet werden.»

Diese sogenannten Pufferzeiten helfen, die Verspätungen abzufedern. Ist ein Bus ohne Verspätung unterwegs, muss er während der zusätzlichen Minute an der dafür geeigneten Haltestelle warten. Hat der Bus Verspätung, entfällt diese Wartezeit und der Bus gewinnt eine Minute. «Aus diesem Grund werden sich einige Abfahrtszeiten minim ändern», so Bareiss. Das neue Regime soll bis vorerst Mitte 2019 gelten.

«Erst Busspur bringt Entspannung»

«Wir sind zuversichtlich, dass die Buslinie 31 durch diese Massnahmen wieder stabiler verkehren kann», sagt Bareiss. Weiterhin problematisch sei, wenn der Bus in einen Verkehrsstau gerate. Erst die projektierten Busspuren würden eine Entspannung auf der Linie bieten. «In den ersten Januartagen verkehrten die 31er-Busse aber meist sehr pünktlich», so Bareiss. Das habe die kontinuierliche Analyse der Fahrzeiten ergeben.

Nach den grossen Verspätungen um die Weihnachtszeit, hat die VBZ einige Sofortmassnahmen wie die Optimierung der Ampelsteuerung am Klusplatz ergriffen. Ebenso stand am Hegibachplatz bei Bedarf in der Hauptverkehrszeit am Abend ein zusätzlicher Bus bereit, der bei grösseren Verspätungen zum Einsatz kam.

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