Aktualisiert 26.10.2010 19:15

Allmendtunnel in Luzern

Der 470 m lange Tunnel ist durchschlagen

Was der Gotthard für die Schweiz ist, ist der Allmendtunnel für Luzern – gestern um 13.22 Uhr erfolgte der Durchstich. Es sei alles einwandfrei verlaufen, sagt Kantonsingenieur Rolf Bättig: «Das ist ein Meilenstein für den Ausbau und die Tieflegung der Zentralbahn.»

von
ras
Der erste Mineur trägt die heilige Barbara durch die frisch durchbrochene Wand des Allmendtunnels in Luzern. (Keystone)

Der erste Mineur trägt die heilige Barbara durch die frisch durchbrochene Wand des Allmendtunnels in Luzern. (Keystone)

Seit Feb­ruar wurde mit durchschnittlich 90 Mann an dem 470-m-Tunnel gearbeitet. Für die Arbeiter war dies kein alltägliches Unterfangen. Wegen des für den Aushub erzeugten Überdrucks mussten sie sich in einer Personenschleuse zwei bis drei ­Minuten lang an den Druck gewöhnen, bevor sie in den Tunnel durften. Die Dekompression nach getaner Arbeit dauerte gar zehn bis dreissig Minuten.

Die Tieferlegung der Zentralbahn kostet 220 Millionen Franken. Die unterir­dische Strecke vom Bahnhof Luzern bis Kriens Mattenhof soll 2013 in Betrieb ­gehen.

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