Der Alptraum der Demokraten
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Der Alptraum der Demokraten

Clinton oder Obama? Wenn dieses Wochenende keine Entscheidung bei der Präsidentschaftskandidatur bringt, stehen die US-Demokraten vor einem Problem. Dann nämlich wird es immer wahrscheinlicher, dass die «Super-Delegierten» entscheiden, wer gegen die Republikaner ins Rennen geschickt wird. Ein Affront für die Wähler, die in Scharen an die Urne gerufen wurden.

Bei den Republikanern tritt Senator McCains Führungsrolle immer deutlicher zu Tage. Nach dem «Super Tuesday» lag der ehemalige Aussenseiter schier uneinholbar vorne. Nachdem Mitt Romney am Freitag das Handtuch geworfen und sich aus dem Präsidentschaftsrennen verabschiedet hatte, steht Kriegsveteran McCain als Kandidat der Republikanischen Partei praktisch fest.

Das Rennen zwischen Hillary Clinton und Barack Obama hingegen spitzt sich immer mehr zu und wird zu einem eigentlichen Kopf-an-Kopf-Rennen: Nach dem «Super Tuesday» sind der früheren First Lady bereits 1045 Delegiertenstimmen sicher. Obama, der zuletzt stark aufgeholt hat, kommt auf 960 Stimmen und hat damit den Rückstand auf weniger als zehn Prozent reduziert.

An diesem Wochenende kämpfen die beiden in Washington um die Stimmen von 184 Delegierten. Verringert Obama den Rückstand nochmals, gewinnen die «Super-Delegierten» an Einfluss. Diese 852 Wahlmänner und –frauen sind von der Parteiführung bestimmt und können noch bis am Schluss das Zünglein an der Waage spielen. Denn im Gegensatz zu den normalen Delegierten müssen sie sich nicht zuvor auf einen Kandidaten festlegen.

Im Klartext: Wer von den Demokraten ins Präsidentschaftsrennen geschickt wird, wird dann nicht vom Wahlvolk, sondern von Insidern in der Parteiführung bestimmt werden. Das dürfte etlichen Amerikanern sauer aufstossen.

Bei der Partei rechnet man offenbar damit, dass sich bei einem Entscheid durch Partei-Insider die Basis von der Demokratischen Partei abwenden könnte. «Für die Öffentlichkeit wird das wie ein Rückfall in die Geheimsitzungen in verrauchten Hinterzimmern wirken», sagte der Politologe Larry Sabato gegenüber der «Los Angeles Times».

Stichtag wird der 7. Juni sein. Dann sind die Vorwahlen der Demokraten in allen Staaten beendet. Entweder steht dann ein klarer Sieger fest – oder die Demokratische Partei hat ein handfestes Problem. Dass nach den «Primaries» kein Kandidat deutlich vorne liegt, das gab es seit 1984 nicht mehr.

Laut einer Umfrage RealClearPolitics.com haben sich gut die Hälfte der Super-Delegierten bereits festgelegt. 211 haben sich für Hillary Clinton ausgesprochen. Obama kommt auf nur 128 Stimmen. Doch wie erwähnt können sich die Super-Delegierten noch bis ganz zum Schluss für einen anderen Kandidaten umentscheiden.

(ast)

Ergebnisse wurden in der Nacht zum Sonntag MEZ erwartet. Bei den Abstimmungen der Demokraten am Samstag geht es insgesamt um rund 160 Delegierte. In Maine sind am Sonntag noch einmal 24 Delegierte zu verteilen. Clinton und Obama liegen nach wie vor dichtauf: Nach einer Zählung der «Washington Post» vom Freitag kommt die frühere First Lady auf 1045 Delegierte, der schwarze Senator auf 960. Für einen Sieg bei dem demokratischen Nominierungsparteitag im Sommer braucht ein Bewerber mindestens 2025 der 4049 Delegiertenstimmen.

Ergebnisse wurden in der Nacht zum Sonntag MEZ erwartet. Bei den Abstimmungen der Demokraten am Samstag geht es insgesamt um rund 160 Delegierte. In Maine sind am Sonntag noch einmal 24 Delegierte zu verteilen. Clinton und Obama liegen nach wie vor dichtauf: Nach einer Zählung der «Washington Post» vom Freitag kommt die frühere First Lady auf 1045 Delegierte, der schwarze Senator auf 960. Für einen Sieg bei dem demokratischen Nominierungsparteitag im Sommer braucht ein Bewerber mindestens 2025 der 4049 Delegiertenstimmen.

Ergebnisse wurden in der Nacht zum Sonntag MEZ erwartet. Bei den Abstimmungen der Demokraten am Samstag geht es insgesamt um rund 160 Delegierte. In Maine sind am Sonntag noch einmal 24 Delegierte zu verteilen. Clinton und Obama liegen nach wie vor dichtauf: Nach einer Zählung der «Washington Post» vom Freitag kommt die frühere First Lady auf 1045 Delegierte, der schwarze Senator auf 960. Für einen Sieg bei dem demokratischen Nominierungsparteitag im Sommer braucht ein Bewerber mindestens 2025 der 4049 Delegiertenstimmen.

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