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«Elegy»Der alte Uniprofessor und das Mädchen

Sir Ben Kingsley und Penélope Cruz heben dieses leidenschaftliche Beziehungsdrama in ungeahnte Höhen.

Schon immer wurde der charismatische Professor Kepesh (Ben Kingsley) von abenteuerlustigen Studentinnen nur so umschwärmt. So wenig er einer heissen Affäre je abgeneigt war, so sehr lässt er keine seiner Eroberungen wirklich an sich heran. Er geniesst ihre Bewunderung – vor allem jetzt, da er bereits ein reiferes Alter erreicht hat. Aber wenn es ihm zu viel wird, zieht er sich zurück. Dies ändert sich erst, als Consuela Castillo (Penélope Cruz) den Hörsaal betritt. Mit ihrer Schönheit und Selbstsicherheit ist die Tochter kubanischer Immigranten nicht nur eine atemberaubende Erscheinung, sondern sie ist dem alternden Professor auch intellektuell gewachsen. Consuela weiss, was sie will, ist temperamentvoll und überaus emotional. Vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben spürt Kepesh, dass ihm tatsächlich jemand seine Grenzen aufzeigen könnte. Immer mehr entwickelt sich seine Zuneigung zu einer regelrechten Obsession. Doch seine rasende Eifersucht und Fantasien von Verrat und Betrug be­ginnen, ihre Beziehung zu bedrohen.

«Elegy» erzählt eine «Alter Mann liebt junge Frau»-Geschichte, wie sie das reale Leben schon zigmal schrieb. Die Spanierin Isabel Coixet («My Life Without Me», «The Secret Life of Words») ist die erste Filmemacherin, die sich einer literarischen Vorlage des ebenso gefeierten wie umstrittenen US-amerikanischen Schriftstellers und

Pulitzer-Preisträgers Philip Roth zuwandte. Das Ergebnis beeindruckt und verblüfft gleichermassen. Nicht zuletzt dank der erstklassigen Darbietungen der beiden Hauptdarsteller Ben Kingsley und Penélope Cruz, aber auch dank talentierter Nebendarsteller wie Dennis Hopper und Peter Sarsgaard schwingt sich diese Love-Story in ungeahnte Höhen. Herausgekommen ist ein intimes Beziehungsdrama, das gekonnt den vertrackten Seelencanyon bestimmter Zeitgenossen auslotet.

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