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Seltener SchnappschussDer Appetit ist gross, aber der Schnabel zu klein

So grausam kann die Natur sein: Ein Silberreiher fischt in Glattfelden ZH einen Hecht aus dem Wasser. Es ist der Anfang eines langen Kampfes, der in einer Lose-lose-Situation endet.

von
feb

Für den 59-jährigen Heinz Zumbühl ist das Fotografieren in der Natur mehr als ein aufwändiges Hobby. Der Mann ist wann immer möglich auf der Pirsch und schiesst immer wieder ungewöhnliche Bilder.

Am Sonntag wurde er in Glattfelden Zeuge eines Naturschauspiels, das er so rasch nicht wieder vergessen wird. «Eigentlich war ich wegen eines seltenen Sterntauchers unterwegs», sagt Zumbühl. Plötzlich begann etwa 100 Meter von ihm entfernt ein Kampf. «Ein Silberreiher hielt einen riesigen Fisch im Schnabel, es spritzte wie verrückt.» Zumbühl zückte seine Kamera und drückte ab. Rund 30 Minuten habe der Reiher mit dem Fisch gerungen – es stellte sich heraus, dass es ich um einen Hecht handelte. Mehrmals habe der Vogel versucht, seine Beute zu verschlingen, was jedoch nicht gelang. «Der etwa 50 Zentimeter lange Hecht war schlicht zu gross», so Zumbühl. Schliesslich habe der völlig entkräftete Silberreiher von seiner Beute abgelassen.

Ein Happyend gab es trotzdem nicht. Laut Zumbühl war der Hecht schlussendlich tot. Der Reiher liess ihn im Wasser liegen.

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