Zu starker Franken: Der Aufschwung kommt erst 2017

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Zu starker FrankenDer Aufschwung kommt erst 2017

Die Frankenaufwertung drückt die Schweizer Wirtschaft in eine kurze Rezession. Davon geht nach der KOF auch Bakbasel aus.

von
cls
Bleiben die Geschäfte leer? Der Schweiz droht gemäss Konjunkturforschern im Sommer eine kurze Rezession.

Bleiben die Geschäfte leer? Der Schweiz droht gemäss Konjunkturforschern im Sommer eine kurze Rezession.

Das Konjunkturforschungsinstitut Bakbasel rechnet für das laufende Jahr nun doch mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 0,2 Prozent. Im Dezember waren die Ökonomen von Bakbasel noch optimistischer und sagten ein Wachstum voraus.

Die Frankenaufwertung halte die Schweizer Wirtschaft in Atem, schreiben sie in der Mitteilung vom Freitag. Es sei mit starken, aber kurzfristigen negativen realwirtschaftlichen Auswirkungen zu rechnen.

Rezession nur von kurzer Dauer

Bereits das erste Quartal im laufenden Jahr wird schwächer ausfallen, in den Folgequartalen ist mit Rückgängen zu rechnen und ab dem vierten Quartal geht es langsam aufwärts, wie es auf Anfrage hiess. Darum könne durchaus von Rezession gesprochen werden, wenn auch nur von einer kurzen. Ab 2016 bleibt das Wachstum gemäss Bakbasel mit 0,9 Prozent noch unterhalb der Potenzialrate.

Mittelfristig wird sich die Schweizer Wirtschaft nach dem Anpassungsschock jedoch wieder deutlich erholen: Im Jahr 2017 ist von einem dynamischen Schweizer BIP-Wachstum in Höhe von 3,1 Prozent auszugehen, wenn sich der Schweizer Franken wie erwartet stabilisiert. Strukturell gefestigt, von einem dynamischen internationalen Umfeld profitierend, wird sich der Investitionsstau in der Schweiz lösen und für neuen Auftrieb sorgen. (cls/sda)

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