Der Auslandschweizer des Jahres

Aktualisiert

Der Auslandschweizer des Jahres

Der in Jordanien lebende Archäologe Ulrich Bellwald ist mit dem Auslandschweizerpreis 2008 geehrt worden.

Die mit 10 000 Franken dotierte Auszeichnung wurde am Donnerstagabend in Rüschlikon ZH zum siebten Mal vergeben.

Die Jury habe Bellwald aus 30 Nominationen ausgewählt, teilte die FDP Schweiz International mit. Der 59-jährige Auslandschweizer sei der bedeutendste Archäologe in Petra, dem wichtigsten Weltkulturerbe von Jordanien und der grössten touristischen Einnahmequelle des Landes.

Mit grossem Einsatz und unermüdlicher Ausdauer habe Bellwald den «majestätischen Zugang» zur alten Stadt Petra, den so genannten Siq, restauriert. Er habe damit Grundlegendes für die Zukunft Jordaniens und einen Beitrag zur Verständigung zwischen der islamischen und der westlichen Zivilisation geleistet.

Ulrich Bellwald wurde 1948 in Bern geboren. An der Universität Bern und an der ETH Zürich studierte er Archäologie und Architektur. Seit 1990 ist er mit verschiedenen Projekten in Petra betraut.

Bellwald lebt grösstenteils in einer abgeschiedenen Region von Jordanien. Um mit den Beduinen arbeiten zu können, lernte er auch die arabische Sprache.

Der Auslandschweizerpreis wurde im Jahre 2002 von der FDP Schweiz International ins Leben gerufen. Er ehrt Menschen, die sich im Ausland speziell verdient gemacht haben. Der Preis soll zudem die Schweizer Bevölkerung vermehrt auf die Bedeutung der «fünften Schweiz» aufmerksam machen.

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