Aktualisiert 11.01.2011 09:22

Schweiz profitiert

Der Automarkt hat wieder Saft unter der Haube

2010 wurden weltweit so viele Neuwagen verkauft wie noch nie. Die Schweizer Zulieferer profitieren mit.

von
Alex Hämmerli
Der neue «Ghost» von Rolls-Royce verkauft sich bestens.

Der neue «Ghost» von Rolls-Royce verkauft sich bestens.

Der Automarkt boomt: Die Autobauer freuen sich über ­Verkaufsrekorde. Gestern berichteten Renault, VW und Rolls-Royce vom besten Jahr ihres Bestehens, BMW vom zweitbesten. Es zeigt sich: Der Einbruch der Autoverkäufe während der Wirtschaftskrise war zwar heftig, aber auch kurz. Automarkt-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hat errechnet, dass 2010 weltweit fast

59 Millionen Autos verkauft wurden – und damit mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007. 2009 waren es 53 Millionen. Auch in der Schweiz geht es wieder aufwärts: 2010 verkauften sich Neuwagen so gut wie seit 2002 nicht mehr. Am beliebtesten war Volkswagen. Der Boom ist nicht zu Ende: 2011 werden rund um den Globus 62 Millionen neue Autoschlüssel über die Tresen gehen, sagt Dudenhöffer voraus. Und 2012 sollen es noch mehr sein.

Das freut auch die Schweizer Auto-Zulieferer. Ihre Umsätze waren in der Krise teils über

40 Prozent eingebrochen. «Die Unternehmen profitieren jetzt von der Zunahme der Auto-­Verkäufe», so Ivo Zimmermann von Swissmem. Trotz der guten Zahlen 2010 sind die Schweizer Zulieferer vorsichtig mit ­Prognosen: Bei Rieter weist man beispielsweise darauf hin, dass in Krisenzeiten das Auto das Erste sei, was nicht mehr gekauft werde.

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