3+ übers Po-Spiel im TV: «‹Der Bachelor› hat nichts mit Sexismus zu tun»
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3+ übers Po-Spiel im TV«‹Der Bachelor› hat nichts mit Sexismus zu tun»

Nach dem Po-Ratespiel in der letzten «Bachelor»-Folge stellt sich erneut die Frage, wie die Show mit Sexismus und #MeToo umgeht. Der Sender 3+ bezieht Stellung.

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anh/kfi

Während die anderen Kandidatinnen sich von Clive (26) an den Po fassen lassen, gibt es von Carolin (26) für den Bachelor «nur» einen Handkuss. <i>(Video: P. Stirnemann/3+)</i>

«Ladys, danke für eure Ärsche», liess Clive (26) seine Kandidatinnen am Montag in «Der Bachelor» wissen. Er hatte zuvor mit verbundenen Augen die Hintern der Frauen betastet und erraten, um welche der «Ladys» es sich jeweils handelt. Nur eine entzog sich dem Spiel: Carolin.

Dafür erhielt die 26-jährige Deutsche am Ende der Folge die Quittung. Der Bachelor überreichte Carolin keine Rose und schickte sie nach Hause. Ein Szenario, das nicht neu ist: Auch in vergangenen Staffeln gab es Frauen, die körperbetonte Spiele verweigerten und die Show danach verlassen mussten – mit «mangelndem Einsatz» als Begründung.

«Ihre Entscheidung wurde respektiert»

Erneut stellt sich nach diesen Szenen die Frage, inwiefern «Der Bachelor» ein sexistisches Frauenbild zeigt – gerade im Zeitalter von #MeToo. 3+ entgegnet auf eine entsprechende Anfrage von 20 Minuten: «Wie man in der Sendung sehen kann, kam der Impuls zu diesem Spiel von den Ladys.»

«Für Carolin hat das Spiel nicht gepasst, sie hat darum darauf verzichtet.» Ihre Entscheidung sei respektiert worden. Der Sender betont: «Die Protagonisten haben alle freiwillig am Spiel teilgenommen.»

Best-of «Bachelor», Folge 6

Jetzt ist es tatsächlich passiert: Unser «Best-of» ist so lang wie noch nie! Nur wegen dem Clive, und weil seine Ladys diesmal so Vollgas geben. Vielleicht liegts auch an Adela, die grundlos ebenfalls dabei ist. (Vieo: P. Stirnemann/3+)

Der Highlights-Zusammenschnitt der jüngsten «Bachelor»-Folge. (Video: P. Stirnemann/3+)

Polarisierend – und beliebt

3+ distanziert sich zudem von der laufenden #MeToo-Debatte. Es gehe bei der Bewegung um sexuelle Belästigung, sexuelle Gewalt und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, also Sexismus. «Das hat mit dem Sender 3+ und den Formaten ‹Der Bachelor› und ‹Die Bachelorette› nichts zu tun.»

Dass die Shows polarisieren, darüber ist man sich bei 3+ bewusst. Aber es seien auch «Formate, die sehr gern gesehen werden». Jede bisherige Folge der aktuellen Staffel war laut dem Sender klarer Marktführer. Allein vergangenen Montag erreichte «Der Bachelor» gemäss Mitteilung von 3+ knapp 20 Prozent aller Fernsehzuschauer und 54,7 Prozent der Frauen zwischen 15 und 24 Jahren.

Das für Carolin verhängnisvolle Partyspiel siehst du oben im Video.

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