Umstrittener Besuch: Der Bär ist zurück
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Umstrittener BesuchDer Bär ist zurück

Erstmals seit einem Jahr ist in der Schweiz wieder ein Bär aufgetaucht. Im Unterengadin sind gerissene Schafe aufgefunden worden. Das Tier ist höchstwahrscheinlich aus dem Südtirol eingewandert.

In den letzten Jahren wurde die Schweiz immer wieder von Bären besucht: Ein Tier mit der Bezeichnung JJ3 wurde im April 2008 im Raum Thusis von einem Wildhüter erschossen.

In den letzten Jahren wurde die Schweiz immer wieder von Bären besucht: Ein Tier mit der Bezeichnung JJ3 wurde im April 2008 im Raum Thusis von einem Wildhüter erschossen.

Ein Jäger beobachtete einen Braunbären am Mittwochabend in der Nähe von Susch im Unterengadin. Verletzte und gerissene Schafe, die am Donnerstagmorgen auf einer Alpweide festgestellt wurden, weisen darauf hin, dass sich in den letzten Tagen tatsächlich ein Bär im Unterengadin aufgehalten hat, teilte das Bündner Amt für Jagd und Fischerei mit.

Die Identität des Einwanderers steht noch nicht fest, Untersuchungen sind aber im Gang. Die Wildhut konnte bisher keine Bärenspuren ausmachen. Bauern und Bienenzüchter wurden über die Beobachtung informiert.

Zuwanderer aus Südtirol

Zwei Bärensichtungen in der Nähe der Schweizer Grenze vor einigen Wochen lassen laut Amtsangaben vermuten, dass es sich um einen Zuwanderer aus dem Südtirol (I) handelt. Der letzte Bärenbesuch in der Schweiz liegt ziemlich genau ein Jahr zurück.

Braunbär M2 streifte während einer Woche im Juni vergangenen Jahres durch das Münstertal und das Unterengadin, zog dann aber rasch wieder Richtung Südtirol weiter.

Einer wurde erschossen

M2 war der vierte Braunbär, der aufgrund der wachsenden Population der Raubtiere in Norditalien nach Graubünden einwanderte. Geblieben ist keiner.

Der erste Einwanderer ist nach wie vor verschollen, zwei Bären wanderten wieder in den Süden ab und ein Tier mit der Bezeichnung JJ3 wurde im April 2008 im Raum Thusis von der Wildhut erschossen. Er hatte sich auf der Nahrungssuche zu oft in Siedlungen herumgetrieben.

In den Regionen Münstertal und Unterengadin wurden in den letzten Jahren Massnahmen getroffen, um Konflikte mit einwandernden Bären zu minimieren. Unter anderem wurden bärensichere Abfalleimer aufgestellt und Bienenhäuschen mit Zäunen gesichert.

(sda)

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