Aktualisiert 31.10.2011 06:18

Yakin eiskalt«Der Ball ist einfach reingerollt»

Luzerns Hakan Yakin kam gegen den FCZ erst nach 70 Minuten ins Spiel. Kaum stand er auf dem Platz, lag der Ball schon im Tor. Im Interview gibt Yakin zu, dass es nicht nur Können war.

von
Eva Tedesco

Hakan Yakin trifft gegen den FC Zürich mit seinem ersten Ballkontakt zur Luzerner Führung. (Video: 20Minuten Online)

Einlaufen, Ball setzen, schiessen, Tor. Macht das einen «Altmeister» wie Sie aus?

Ich glaube da spielt alles mit: Glück und ... Nein, in der Situation war das nur Glück. Ich habe den Ball nicht richtig getroffen und glaube, dass er neben das Tor gegangen wäre. So aber ist er einfach reingerollt. Gegen Johnny Leoni habe ich ab und zu Freistosstore gemacht. Schade ist nur, dass wir gerne drei Punkte aus Zürich mitgenommen hätten, aber wir sind mit einem Punkt zufrieden.

Für drei Punkte war der FCL aber viel zu defensiv ausgerichtet, oder?

Wir haben gewusst, dass der FCZ sehr früh versuchen wird das Spiel an sich zu reissen. Wenn wir die Partie aus der Trainersicht anschauen, haben wir alles richtig gemacht. Wir wollten defensiv gut stehen und auf Konter irgendwelche Aktionen starten. Für die Zuschauer war das sicherlich ein langweiliges Spiel. Über sechzig, siebzig Minuten haben beide Mannschaften wenig gemacht. Zürich hatte eine oder zwei Chancen – auch wegen Fehlern von uns, aber es ist wirklich kein spannendes Spiel gewesen.

Wäre etwas mehr Mut gegen einen FCZ, der seit Beginn der Saison auf der Suche nach seiner alter Form ist, nicht angebracht gewesen?

Man kennt Zürich. Das ist immer noch ein Spitzenteam, auch wenn es zuletzt gegen Basel unglücklich verloren hat. Und auch wenn Thun derzeit nicht gut drauf ist, hat der FCZ zuletzt doch auswärts gegen sie gewonnen. Man darf die Zürcher nie unterschätzen. Plötzlich geht irgendwie ein Loch auf. Wir wollten sie nicht kommen lassen und haben nur auf uns geschaut. Vom spielerischen her ist Zürich klar die bessere Mannschaft.

Deshalb hätte es Hakan Yakin umso mehr gebraucht, aber Sie durften erst nach 72 Minuten ran. Wieso mussten Sie so lange auf Ihren Einsatz warten?

Das war mit dem Trainer so abgesprochen. Ich bin nicht mehr so drauf, dass ich deshalb gleich beleidigt sein muss. Am Donnerstag gegen Lausanne wurden andere Spieler geschont, jetzt war die Reihe halt an mir. Die Taktik lautete: Wenn du rein kommst, haust du eine rein. Und die ist voll aufgegangen, oder ...? (lacht)

Punktgleich zwar, aber die Tabellenführung ist für einmal weg. Hat das Duell um Platz 1 mit dem FC Basel einen Einfluss auf die, sagen wir, vorsichtige Spielweise?

Für mich ist im Moment wichtig zu spielen, sich auf das Spiel zu konzentrieren und zu gewinnen. Nach dem Spiel kann man dann einen Blick auf die Tabelle machen, aber wir wissen auch so, wo unsere Stärken liegen. Der Trainer hat eine Philosophie und wir wollen einen Schritt weiter kommen und deshalb ist die Tabelle für uns im Moment nicht wichtig.

Bis zur Winterpause und Ihrem Wechsel zur AC Bellinzona sind nur noch vier Runden ausständig. Lernen Sie bereits italienisch?

(lacht) Nein, noch nicht. Alles zu seiner Zeit. Ich habe in der Innerschweiz noch Ziele vor Augen und will den Fans und dem Verein noch etwas geben, bevor ich gehe. Deshalb gilt meine ganze Konzentration dem FC Luzern. Der Rest kann warten.

(lacht) Nein, noch nicht. Alles zu seiner Zeit. Ich habe in der Innerschweiz noch Ziele vor Augen und will den Fans und dem Verein noch etwas geben, bevor ich gehe. Deshalb gilt meine ganze Konzentration dem FC Luzern. Der Rest kann warten.

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Abseits des Luzerner Höhenflugs in der Super League bereitet sich Daniel Gygax auf sein Comeback vor. Der seit bald dreieinhalb Monaten verletzte Ex-Nationalspieler konnte am Samstag im Erstliga-Team der Innerschweizer gegen Gossau (3:0) erstmals wieder ein Spiel bestreiten. Der 35-fache Internationale hat sich von seiner heimtückischen Knochenprellung gut erholt. «Ich hoffe, dass ich gegen Thun in der Super League nächste Woche wieder dabei sein kann», sagt der Mittelfeldspieler nach dem 1:1 des FCL gegen den FCZ im Letzigrund.

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