Aktualisiert 30.08.2015 16:36

Ostschweiz«Der beste Sommer, seit ich Bademeister bin»

In der Stadt St.Gallen schliessen am Montag die Freibäder, dafür ist seit Samstag die Eishalle offen. Ostschweizer Bademeister blicken auf eine rekordverdächtige Saison zurück.

von
rar
Im Familienbad Dreilinden können die Gäste wegen des tollen Wetters einen Tag länger baden.

Im Familienbad Dreilinden können die Gäste wegen des tollen Wetters einen Tag länger baden.

Das Timing könnte nicht besser sein: Mit dem letzten Badi-Tag dürfte sich am Montag auch der Sommer aus St.Gallen verabschieden. «Geplant war, dass wir am Sonntag schliessen», sagt Richard Schildknecht, Anlagenleiter im Familienbad Dreilinden. «Als man aber gesehen hat, dass der Montag noch einmal richtig schön wird, hat man kurzfristig um einen Tag verlängert.» Auch der St. Galler Bäderbus dreht am Montag noch einmal seine Runde.

Nach dem Festival wird eingewintert

Schildknecht blickt auf einen grandiosen Sommer zurück: «Ob es einen absoluten Besucherrekord gegeben hat, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, jedenfalls sind wir nahe dran. Allenfalls war 2003 noch ein wenig besser», so der Bademeister.

Montagabend 19 Uhr ist dann aber definitiv Schluss mit Baden. Schildknecht: «In den nächsten Wochen stehen hier noch ein paar Veranstaltungen an, etwa das Festival 'Weihern unplugged', danach wird eingewintert.» Winterlich geht es in St. Gallen bereits seit diesem Wochenende zu und her: Am Samstag wurde im Lerchernfeld die Eishalle eröffnet.

An Eis denkt man andernorts hingegen noch lange nicht – und schwärmt vom Ostschweizer Badi-Sommer. «Ein Bademeister kann sich doch gar nichts Schöneres vorstellen», sagt etwa Karl Inauen, Bademeister der Badi Appenzell. Und: «Das war der beste Sommer, den ich je als Bademeister erlebt habe.» In Appenzell hat man dieses Jahr mit 1200 so viele Saisonkarten verkauft wie noch nie zuvor.

Keine Unfälle und daheim gebliebene Feriengäste

Auch für André Metzner, Bademeister im Freibad Wittenbach , war die Saison 2015 eine der besten überhaupt: «Die Saison war nicht nur aussergewöhnlich gut, weil wir praktisch jeden Tag volles Haus hatten, sondern vor allem weil wir keinen einzigen ernsthaften Unfall hatten.» In anderen Jahren war laut Metzner die Zahl der Verletzungen viel höher. Ebenso erstaunt ihn das Verhalten der Gäste über die Sommerferien: «Wir haben festgestellt, dass während den Sommerferien äusserst viele Gäste von hier waren. Die Leute machten wohl lieber zu Hause oder in der Region Sommerferien, anstatt in die Ferne zu fliegen.»

Kulinarisch gab es in den Ostschweizer Badis keine besonderen Trends: «Die Klassiker wie Pommes Frites, Hamburger und Schnitzelbrot liefen wie immer bestens», sagt Yvonne Menet, vom Kiosk der Badi in Wittenbach. Bei Getränken hat Menet einen klaren Favoriten ausgemacht: «Das Eisgetränk Slush Puppie war von Jung und Alt gefragt.»

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