Aktualisiert 15.06.2011 07:43

Schweizer Fernsehen

Der beste TV-Mann ist Heinz Günthardt

Wie gut ist das Sport-Personal beim Schweizer Fernsehen?
Die Sportredaktion von
20 Minuten wollte es genau wissen – und unterzog es einem Rating. Der Beste ist Heinz Günthardt.

von
Marcel Allemann

Die vier Sport-Journalisten der 20-Minuten-Printausgabe sind tägliche Konsumenten der SF-Übertragungen und haben die TV-Leute nun in den Rubriken Kommentatoren, Experten und Moderatoren nach Schulnoten (von 1 bis 6) bewertet. Die im Rating nun massgebende Note entspricht dem Durchschnittswert aus den vier Notengebungen.

Es lässt sich festhalten: Die Kollegen in Leutschenbach liefern grundsätzlich gute Arbeit ab. Mit den beiden Kommentatoren Michael Stäuble und Claudia Moor schafften nur gerade zwei SF-Angestellte keine genügende Note (jeweils 3,8).

Sehr gut bestückt ist man beim staatlichen Fernsehen mit den Moderatoren und Experten, alle Mitarbeiter haben zumindest eine Note von 4,5.

Dagegen scheint es beim SF punkto Kommentatoren noch Luft nach oben zu geben, denn überzeugend schnitten nur Stefan Bürer (Tennis, Eishockey), Jann Billeter (Eishockey) und Sascha Ruefer (Fussball) ab. Allerdings muss man fairerweise auch festhalten, dass der Kommentatoren-Job der anspruchsvollste dieser drei Berufsgattungen ist.

Die Bestnote im Gesamtfeld erhielt Tennis-Experte Heinz Günthardt. Der ehemalige Profispieler brachte es mit seiner Kombination aus Fachwissen, Lebendigkeit und Schalk während den unterhaltsamen Tennis-Übertragungen auf eine Durchschnittsnote von 5,9. Auf Rang 2 klassierte sich Günthardts Tennis-Partner Bürer (Note 5,6), der sich in den letzten Jahren zu einem Schweizer ­Marcel Reif (der deutsche Starkommentator schlechthin) entwickelt hat. Aufs Gesamtpodest schaffte es auch der von Männer-Skirennen nicht mehr wegzudenkende Experte und ehemalige Olympiasieger Bernhard Russi (Note 5,5).

Man stellt anhand des Rankings auch fest, dass es in den letzten Jahren zu massiven Veränderungen bezüglich der Hierarchie und Beliebtheit gekommen ist. Noch vor fünf Jahren hätte Beni Thurnheer als «Schnorri der Nation» in den Rubriken Kommentatoren und Moderatoren wohl locker gewonnen. Inzwischen liegt der nicht mehr immer so souveräne Thurnheer als Kommentator hinter Kollegen wie Bürer, Billeter und Ruefer nur noch im vorderen Mittelfeld und als Moderator gar am Schluss des Feldes. Die neuen, frischeren und fachlich überzeugenderen «Benis» sind die SF-Allzweckwaffe Jann Billeter, der Walliser Sport-Entertainer Rainer Maria Salzgeber sowie Sportlounge-Gastgeberin Steffi Buchli.

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