Frühere First Lady: Der Besuch der alten Dame in Pjöngjang
Aktualisiert

Frühere First LadyDer Besuch der alten Dame in Pjöngjang

Die Witwe von Südkoreas Ex-Präsident Dae Jung ist nach Nordkorea gereist. Mit der symbolischen Visite will sie zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den verfeindeten Staaten beitragen.

Die 90 Jahre alte Lee Hee Ho - Witwe des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung - ist für einen symbolischen Besuch nach Nordkorea gereist.

Die 90 Jahre alte Lee Hee Ho - Witwe des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung - ist für einen symbolischen Besuch nach Nordkorea gereist.

Nach dem Tod von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il ist eine Beileidsdelegation um die Witwe des früheren südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung nach Nordkorea gereist.

Sie hoffe, dass ihr Besuch zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea beitragen werde, wurde die 90 Jahre alte Lee Hee Ho am Montag von einem Helfer vor der Überquerung der schwer bewachten Grenze zitiert. Lee reiste privat mit dem Auto.

Kim Dae Jung, der eine Annäherungspolitik zu Nordkorea verfolgte, hatte im Juni 2000 beim ersten innerkoreanischen Gipfeltreffen Gespräche mit Kim Jong-il in Pjöngjang geführt.

Besuch in Gedächtnishalle?

Ausser Lee ist auch die Vorsitzende der südkoreanischen Hyundai- Gruppe, Hyun Jeong Eun, mit einer Delegation nach Pjöngjang gereist. Sie ist die Witwe des früheren Hyundai-Chefs Chung Mong Hun, der die Geschäftsbeziehungen des Konzerns mit dem kommunistischen Nachbarland gefördert hatte.

Es wurde erwartet, dass beide Frauen eine Gedächtnishalle in Pjöngjang besuchen werden, wo der Leichnam Kim Jong Ils in einem Glassarg aufgebahrt liegt. Der langjährige Diktator war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember an einem Herzinfarkt gestorben.

Immer noch kein Friedensvertrag

Die südkoreanische Regierung sendet keine eigene Delegation. Sie hatte der nordkoreanischen Bevölkerung ihr Mitgefühl nach dem Tod Kims ausgesprochen, ohne sich jedoch direkt an das Regime zu wenden.

Seoul hatte nur zwei privaten Kondolenzdelegationen die Reise nach Nordkorea genehmigt. Nordkorea hatte sich deshalb verärgert gezeigt.

Beide Länder befinden sich völkerrechtlich seit dem Ende ihres Bruderkriegs (1950-53) noch im Kriegszustand, da noch kein Friedensvertrag geschlossen wurde. (sda)

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